Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Mose5 pipenbrink§ Aber,teuer von T 3 Klötzel I. Kapitel. dar erzählt, wie der kleine Moses hinter einem Schornstein gesunden und bei Cuxhaven an Land gebracht wurde. <2. Zorlsetzung) Aber raten sollte er ihr doch wenigstens; dazu war er doch schließlich Pfarrer. Sie sagte also zu ihm: „was soll ich mit dem Kind tun?" Der Pastor sah sie an: „Ja, liebe Frau, das ist gar nicht sp einfach zu sagen Km besten ist. Sie schicken das Kind nach Hamburg ins Waisenhaus auf der Uhlenhorst. Da wird es dann auf Staatskosten erzogen." Während der Pastor dieses sagte, sah Frau Trina vor ihren Augen ein Bild auftäuchen, das sie einst bei einer Fahrt nach Hamburg gesehen hatte: Durch die Straßen schritt ein langer Zug kleiner und großer Knaben, die alle denselben Anzug, eine blaue Uniform mit langen Hosen und silbernen Knöpfen, trugen, und die alle furchtbar bleich und traurig aussahen Vas waren Waisenkinder gewesen Und als Frau Trina nun das Kindchen vor sich liegen sah, das aus kohlschwarzen Augen sie so freundlich anlachte, da Konnte sie es nicht übers Herz bringen, es dahin zu schicken, wo ein ebenso blasser und ebenso trauriger Junge aus ihm werden würde. Sie gab sich also einen Kuck „Herr Pastor," sagte sie, ..ich möchte den Jungen ja gern behalten; denn wo Sieben satt werden, da hat auch ein Achtes noch satt zu essen, aber - können Sie es nicht vorher taufen?" Der Pastor ging wieder in der Stube umher, und es dauerte sehr , lange, bis er genügend Kauch aus seiner pfeife gepafft hatte, um Frau Trina antworten zu können. Dann aber stellte er sich vor sie hin und sagte: „Nein, liebe Frau, das wollen wir nicht tun Wer weiß, in welch bittrer Not die Mutter ihr Kind im Stiche gelassen hat, und sicher hat sie gehofft, daß gute Menschen es aufwachsen lassen werden im Glauben seiner Väter. Dieses Knäblein ist ein Sohn des Volkes Israel, und das soll er bleiben." Frgu Trina kämpfte in ihrer Seele einen harten Kampf. Aber schließlich siegte das Mitleid mit dem Knaben über alle ihre Bedenken „Schön",