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Bar Kochba · 1920-08-01 · Heft 3 · p. Seite 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 3
Date
1920-08-01
Page
Seite 38 (sequence 6)
Language
German
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V r i e s e au § ei n e m j ü d ischen I u ge ndga r t en Leipzig, den 2. Juni 1918. heute sind wir allein hierher gekommen, weil Fräulein V. über Mittag draußen geblieben ist. Ms wir angelangt waren, sahen wir sie schon fleißig an der Arbeit. Mir zogen uns schnell um und machten uns an die Arbeit, wir nahmen uns jeder eine eiserne Hand und ein Körbchen, so gingen wir an unser Veet und löcherten es, damit das Gemüse besser wächst.. Als ich mit meinem veet fertig war, löcherte ich das der Mascha vochlin; da sie schon 4 Wochen nicht da war, besorgte ich es mit, da sonst das Gemüse verdirbt. Fräulein v. hat auch heute früh unsere Veete begossen, damit wir noch ein bißchen spielen können. Auf Fräulein Vs Feld sind schon die Schoten bald reif. Als wir fertig waren, ging Fräulein V von veet zu veet und sah nach, ob wir etwas ernten können. Ich konnte leider noch nichts ernten, da ich statt Kadieschensamen Eiszapfen bekommen habe, so mußte ich mich noch eine Woche gedulden. Fräulein V. ging weiter und kam an Mascha Kachlins Veet. weil ich es immer mit besorgt habe, so durfte ich auch ernten und brachte einen Bündel Radieschen von ihrem veet mit Als wir heute kamen, ging uns Fräulein V. freudevoll entgegen und erzählte uns, daß wir heute wohl alle ernten dürfen. Gleich gingen wir an unser veet und ernteten. )ch habe ein ganz großes Paket geerntet. Ach, wie wird sich meine Mutier freuen, wenn ich heute mit meiner ersten Ernte nach Hause komme, aber jetzt muß ich aufhören, da heute Fräulein Eisen zu Besuch da ist, und wir wollen noch ein bißchen lesen. Und wenn später die Sonne nicht mehr brennt, gießen wir. Leider kann ich heute nicht mit gießen, da ich geimpft worden bin und mein Arm sehr weh tut. Jetzt war ich eine Woche nicht hier, da es so kalt war. ließ es meine Mutter nicht zu. heute bin ich wieder herausgekommen, da sah ich aber Frl. v nicht, weil sie krank war, konnte sie nicht kommen. Frau Herold sagte, wir sollen unser Veet lockern. Als wir mit unseren Beeten fertig waren, lockerten wir die der anderen Kinder mit. Am Abend verkaufte uns Frau h. Schoten. Dann pflückten wir unsere Blumen und schnitten unseren Schnittlauch und verabschiedeten uns. Am Sonntag konnte Fräulein 8 inimek noch nicht kommen. Aber Fräulein Toni Kern ist herausgekommen, wir konnten leider nicht viel arbeiten, da es bald zu regnen anfing, er regnete so tüchtig, daß wir nicht in der Laube bleiben konnten wir trugen den Tisch in die Hütte und als wir endlich alle Platz genommen hatten, brachte Frau h. einen ganzen Korb voll Schoten, und wir konnten welche kaufen, das Pfund kostete 60 pfg

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