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Bar Kochba · 1920-08-01 · Heft 3 · p. Seite 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 3
Date
1920-08-01
Page
Seite 37 (sequence 5)
Language
German
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und weinten, da wir Zions gedachten.' Da sie aber Moscheh sahen, erhoben sie sich und sagten: „Seht, der Sohn Rmrams ist aus dem Grabe gestiegen, uns vom Feinde zu befreien" Als sie aber so sprachen, ertönte eine Donnerstimme vom Himmel: „Beschlossen und unabwendbar ist das Strafgericht!^ Und Moscheh kehrte zurück zu den Erzvätern und Erzmüttern und sie fragten ihn: „Was tut der Feind mit unfern Kindern?" „Die Einen haben sie getötet, die Undern gefesselt hinweggeführt, viele starben auf dem Wege; alle sind sie ohne Kleidung und ohne Speise" Ms sie das hörte, da vermochte unsere Mutter Rachel nicht länger an sich zu halten, sie lief vor Gottes Thron und rief: „Sieben Jahre diente Iaakob um mich und ich liebte ihn mehr als mein Leben Und als dann mein Vater meine Schwester Leah ihm zum Weibe gab, da bin ich nicht eifersüchtig gewesen und habe meine Schwester nicht gehaßt Und Du, großer, gewaltiger Gott willst eifersüchtig sein auf Götzen aus Stein und Holz, gegen nichtigen Tand - um toter Bilder willen gibst Du meine Kinder dem Schwerte preis?" ' Da erbarmte sich der Ewige, und seine Stimme sprach: „Um Deinetwillen. Rachel; Du treue Mutter Deiner Kinder, will ich nicht auf ewig zürnen und nicht auf immerdar Groll hegen Trockne Deine Tränen und weine nicht mehr, denn so wahr ich lebe: einstmals sollen Deine Kinder wieder Heim- Kehren zu vir, und die Straßen Jeruschalajims sollen wieder tönen von den Stimmen der Freude und des Jubels." . Da kehrte Moscheh mit den Erzvätern und Erzmüttern in ihre Gräber zurück, Jirmijahu aber ging nach Babel, seinem Volke zu helfen. Solange aber Israel nicht wieder heimgekehrt ist in sein Land, hört man zu Ramah ein Klagen und ein bitterliches Weinen Das ist die Stimme unsrer Mutter Rachel, die um ihre Kinder weint Einst aber wird kommen der Taa. an dem sie sich heimfinden werden: dann wird ihr Mund voll Jauchzen sein und ihre Stimme voll Jubel. Und unter den Völkern wird man dann sagen: „Seht, an diesen hat Gott Großes getan!" Und wir werden uns dessen freuen. (Nach Midrasch Echah radbalt s 37

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