Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Ihr auferstanden aus der ewigen Ruhe, die ich Euch schenkte?" „wie können die Väter und Mütter ruhig sein, wenn die Rinder ins verderben schreiten? Wir sind gekommen. Dich an Deinen Bund mit ihnen zu gemahnen, da Du ihr Land ihnen gabst zu ewigem Lefitz!" „Sie aber haben diesen Lund gebrochen Hundert- und tausendfältig, deshalb wende ich mein Rntlitz von ihnen ab und es soll ihnen nie wieder leuchten!" sprach Gott. va trat Urvater Rbraham vor, in Gewändern, die er vor Schmerz zerrissen hatte, Rsche auf dem Haupt: „GH Herr der Welt", begann er, „warum vertreibst Du meine Rinder? warum gibst vu sie in die Hand der Völker, die sie peinigen werden? - Warum hast Du selbst Dein Heiligtum zerstört, - jene Stätte verwüstet, auf der ich Vir Jitzchak, meinen einzigen Sohn, zum Opfer bringen wollte? Rls ich hundert Jahre alt war, schenktest Vu mir diesen Sohn, und als vu ihn von mir fordertest da zögerte ich nicht. Willst vu dessen heute nicht gedenken, wo Vu meinem Volke all seine Söhne raubst?" Und Jitzchak Hub an und sprach: „vu eifernder Gott! Rls ich gebunden auf den Holzscheiten lag, und das Messer über meinem Haupte blitzte, da habe ich nicht gezittert und nicht gebebt, sondern auf Dich vertraut. Willst Vu dessen nicht gedenken heute, da Tausende meiner Rinder unter dem Messer bluten?" Und Iaakob trat vor und flehte: „Zwanzig Jahre blieb ich in Labans Haus, und als ich von ihm fortzog, Kam Esau, mein feindlicher vruder, mir entgegen, um meine Rinder zu morden. Va bot ich mich selbst ihm an, um jene zu retten, - soll ich Heute mich aufs Neue vir zum Opfer anbieten, damit vu meine Söhne nicht ganz preisgibst?" vie Erzmütter aber weinten bitterlich. Und Moscheh trat vor und sprach: „war ich nicht vierzig Jahre der treue Hüter Veinesvolkes?, Habe ich siL nicht, durch alle Fährnisse der wüste geführt und mutzte ich nicht sterben, ehe sie in ihr Land kamen, aus dem vu sie heute wieder vertreibst? Willst vu mich nicht heute Hören, wo ich Fürsprecher für sie sein will?" Und er wandte sich zu Jirmijahu, reckte sich hoch auf und rief: ,.Bringe ,nich zu ihnen, daß ich sie führe heute wie ehedem! Laßt sehn, wer es wagt, mein Volk anzugreifen." Und sie kämen gen Label, und dort satz Israel an den Ufern der Ströme und weinte, wie es heißt: „Rn den Strömen Labels, da saßen wir >' 36