Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Kachel weint um ihre Kinder. Als der Tempel in Flammen stand, und die beutegierigen Feindesscharen sich in die Straßen Jeruschalajims ergossen, eilte der Prophet Jirmlja^u hinab zum Jordan, warf sich an seinem Gestade in den Staub und rief m Verzweiflung und Schmerz nach Moscheh Rabbenu. Da stand Moscheh plötzlich vor ihm. „Was riefst Du mich aus meinem Grabe?", fragte er „Was ist geschehen, daß Tote aufstehen müssen, vir zu helfen?" Da umschlang der greise Prophet seine Knie und rief: „Vas Volk, das Du aus Ägypten geführt hast, dem Vu vierzig Jahre in der Wüste Führer gewesen bist, das Vu bis an die Tore des Landes gebracht hast, das der Ewige seinen Vätern Abraham, Iihchak und Iaakob versprochen hat, - dieses Volk zieht Heute wieder in die Sklaverei, kein Tempel ist zerstört, seine Jünglinge liegen erschlagen auf den Straßen Jeruschalajims, und der Ewige scheint auf imMerdar ihm sein Antlitz verhüllt zu Haben. So tritt denn vu ein für Dein Volk, und flehe vu zum Ewigen, daß nicht für eröig sein Zorn Israel verstoße!" Da sagte Moscheh: „Ich will zu den Erzvätern und Erzmüttern gehen und sie erwecken, daß sie ihren Kindern beistehen mögen." Und erging hin zur höhle Machpelah und zu den Gräbern der Erzmütier und weckte sie auf aus ihrem Todesschlummer und erzählte ihnen vom Unglück ihrer Kinder, die wieder in der Fremde jetzt schmachten sollten. Und Moscheh stand mit Abraham. Jitzchak und Iaakob. mit Sarah. Leah und Rachel vor dem Thron Gottes „Was wollt Ihr", fragte sie Gott, „warum seid Kochels Grab in Kan,ah 35