Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 51.1938
- Date
- 1938-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
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3. Irreführend erschien anfänglich die Dezision des Rab Gidel b. Menasche, die einen Lehrsatz des Rabbi (Joma 81b) ablehnt. Außer dem Mißbrauch, den sie veranlaßt hat saVy *pB2 nwb vbn pw\ Uta gewann sie auch sachlich keinen sicheren Stützpunkt. Dem Satz von Rabbi ttDM HK n*tfa?ain wird unter gewisser Voraussetzung auch seitens derChachamim beigepflichtet. Vgl. Jer. ebd. VIII,3 ...flpiV norm Vtf pin yman ü?2 inaK'T oV^a »ra '3» nam "»an ... wamn n« otoa lrm ppn ira oVwa (Vianrtoö insV) üs:n n'tta? vmnv my\ waim pp. Zu lfci'D nns^ ist Raba in Babli Sab. lila zu vgl., und die endgültige Meinung von Raba «an n»3 TK?. Aus den Quellen selbst ist kein klares Bild zu ermitteln, doch spricht der Umstand, daß erst Rab Gidel gegen Rabbi entscheidet, dafür, daß man vorher auch in der Praxis der Meinung Rabbis gefolgt ist. Dafür spricht auch der Andrang des Volkes, von der erleichternden Dezision des Rab Gidel Gebrauch zu machen \xm Uta kb^>? *Vl3 lpBi nawV *6rt. Maimonides vertritt einesteils diese Anschauung und entscheidet im Sinne Rabbis: Terum. X, 7 IS fawi pV mov 1K ... «mw pp O^wa XBltm HK jai. Rabed bestreitet die Richtigkeit dieser Dezision. Kessef Mischne sucht sie zu rechtfertigen. Merkwürdig ist nun, daß iVIaimonides sich selber widerspricht, indem er an einer anderen Stelle (Schob. Asor II, 5) gegen Rabbi entscheidet. Er schließt sich, wie die Kommentatoren bemerken (man vgl. arm '"lö Orach Ch. $ 612) der Dezision des Rab Gidel an. Jedenfalls ist soviel gewiß, daß die Dezision des Rab Gidel in der Praxis einen auffalligen Wandel verursacht hat, und darauf allein kommt es hier an, denn er beweist, daß man früher der Praxis des Rabbi gefolgt ist. 4. Die negative Dezisionsform des R. Jochanan gegen R. Jehuda in Ber. 28 a, der die liturgische Reihenfolge von Mussaf und Mincha gewahrt wissen will nma bv Ynm 3*7781 *jüib to, scheint nicht ursprünglich zu sein, da R. Jochanan kurz vorher die positive Dezisionsformel gebraucht 3*ntn nnia *?v V?Qt\n toba «jotb bv. Die negative Formulierung scheint also von seinen Tradenten zu stammen. Vgl. Jer. ebd. IV, 6. Auch hier bedeutet die Dezision eine Neuregelung der Praxis, die früher schwankend 20