Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 50.1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
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Leben genügt" — auch im übertragenen Sinne. Tibb. übersetzt diesen letzten Ausdruck nicht einheitlich: wörtlich z. B. in IV, 5, 79b 21820 posn» crrtatn ntrnn nsna rra1? pooi winK1? rm ona pn*? nVwn ma^oa (.iUl .. nichtwörtlich z. B. II, 3, 34a 10116 rTPX H^pi oVisn aitfm (bi^j irvnnsV» rrsna dt1? nsna Die Vorbereitung der nTS ist ebenso wichtig, wie die Befolgung der religiösen Vorschriften: IV, 5, 80a 220n wtxi wnn vwa r*ya ur» "»aVisa posmai ...OTtota nma ur» -wan ....nsna rvai 20. a»3 — nWlQ. B. unterscheidet die allgemeine (^Ul) und die besondere (^-»li-l) Enthaltsamkeit. „Der Begriff der Enthaltsamkeit in der gewöhnlichen Sprache ist die Bändigung der Begierde der Seele und das Sichzurückhalten von dem, dessen man sich enthält, obwohl man dazu Macht und Gewalt hat, wegen einer Ursache, die dieses notwendig macht" (355! In diesem Sinne sagt man: „Der Enthaltsame ist derjenige, der vermag und doch unterläßt (3553). „Die allgemeine Enthaltsamkeit ist das, was zum Wohlergehen unserer Körper und zur Ordnung unserer Zustände dient, wie z. B. zum Regieren der Könige und zu Verwaltung der Lander (Tibb. — rvtnön "»ma D^aVan rurwn), der ärztlichen Behandlung der Gesunden und Schwachen, in der Lebensführung der Vernünftigen durch Einschränkung seiner Begierde in Bezug auf die Speise, den Trank, die Ehe, die Kleider, die Rede und seine anderen Regungen und Arten seiner Vergnügen" (35o5f.). „Die besondere Enthaltsamkeit ist dagegen diejenige, zu der das Gesetz und die Vernunft ermuntert, damit es unseren Seelen im Jenseits wohl gehe (3558f.). „In Bezug auf die Definition der besonderen Enthaltsamkeit... herrschen unter den Gelehrten verschiedene Meinungen; der eine unter ihnen sagt: Enthaltsamkeit sei die Unterlassung dessen, was von Gott abwendet; der andere behauptet: Enthaltsamkeit sei der Welt entsagen und die Hoffnung einschränken; noch ein anderer sagt: Enthaltsamkeit sei die Ruhe der Seelen und das Fernhalten ihrer Affekte von allem, wodurch sie sich Ruhe verschaffen können; wieder ein anderer sagt: Enthaltsamkeit sei das Vertrauen auf Gott; ein anderer sagt: Enthaltsamkeit sei den Hunger stillen,-die Scham verdecken und alles weitere verwerfen; ein anderer sagt: Enthaltsamkeit sei das Entfernen der Geschöpfe aus dem Herzen (Tibb. D'Wian nanK au») 58