Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 50.1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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Yahuda manchmal einen fehlerhaften arabischen Text bei Tibb. angenommen; ferner hat Bacher, der wahrscheinlich von der hebräischen Übersetzung her an die Untersuchung des Begriffes herangegangen war (MGWJ., 1910, S. 732ff.), die doppelte Funktion dieses Terminus nicht gemerkt. Selbstverständlich habe ich die bekannten arabischen Lexika zu Rate gezogen, besonders aber das terminologische Wörterbuch von Dschordschani aus dem 14. Jahrhundert (Definitiones... Dschordschanii, ed. Flügel, 1845). Die Herkunft der hebräischen Termini habe ich nur nebenbei gestreift. Alle Übersetzungen richten sich nach dem Arabischen; wo der hebräische Text vom Original stark abweicht, zeige ich es in Klammern an. Den arabischen Text zitiere ich nach Seite und Zeile, den hebräischen nach der Lemberger Ausgabe vom Jahre 1855, nach Körte, Kapitel und Seite. Einige Stichproben haben gezeigt, daß diese hebräische Ausgabe von den Ausgaben Venedig 1548 und Sulzbach 1691 im allgemeinen nicht abweicht. Herrn Prof. Julius Guttmann verdanke ich manche Hinweise für diese Arbeit. Die Liebe zum Arabischen des jüdischen Mittelalters haben mir die Vorlesungen von Prof. G. Weil gegeben. 1. u**fc*\ resp. j&a-. Die Übersetzung dieser arabischen Worte bei Tibb. hat zu einer Auseinandersetzung zwischen Hermann Cohen und Bacher geführt, bei der es sich um die genaue Bedeutung dieser Worte und um die terminologische Selbständigkeit des a*?n W, was dem arabischen entspricht, gehandelt hat (MGWJ. 1910, S. 348ff., 481ff., 730ff.). Nach Dschordschani bedeutet das Wort „in der (gewöhnlichen) Sprache die Unterlassung der Heuchelei im Gehorsam, als Terminus bedeutet es die Reinigung des Herzens vom Sohmutz der Beimischung, dör seine Lauterkeit und Wahrhaftigkeit trübt; denn jedes Ding wird so dargestellt, daß sich ihm Fremdes beimischt, wenn es aber frei von diosor Beimischung und davon gereinigt ist, so nennt man es ^JU., und die Aktion der Reinigung ^^U.»Die genauere Bedeutung, die B. diesem Begriff gibt, gewinnen wir aus der Zusammenstellung der Synonyme und parallelen Ausdrücke: 1. Ja*» — Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit. Die Gott Liebenden beten zu _ Gott (39217) ♦f'ü Jo—j j* Die alleinige Herrschaft Gottes soll vom Menschen erkannt werden (313s) Jju«j <LZ: 36