Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 50.1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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Vorwort Die Bachja-Studien stellen sich die Aufgabe, Termini, Stil und Sprache des arabischen Originals der „al-Hidäja ..wie auch die Technik und die Arbeitsmethode der Tibbonidischen Übersetzung zu untersuchen. Im folgenden habe ich im allgemeinen nur solche Termini berücksichtigt, die nicht einheitlich übersetzt worden sind. Es hat sich herausgestellt, daß ihre Zahl im arabischen Original bedeutend größer ist — was sich aus einer stilistischen Eigentümlichkeit des Werkes erklärt — als in der hebräischen Übersetzung. Der Übersetzer konnte des vorgefundenen Wortschatzes nicht Herr werden, denn das damalige Hebräisch war im Vergleich zum Arabischen wortarm. Hieruber beklagt sich Tibbon in der Einleitung zu seiner Übersetzung. Eine der^wichtigsten Eigenschaften der „Hidäja die sie zum populären Werke macht, ist die häufige Verwendung von Synonymen und parallelen Sätzen, eine Art von biblischem parallelismus membrorum, der aber nicht immer dazu dient, den Sinn des behandelten Gedankens zu vertiefen, vielmehr die Funktion hat, die Aufmerksamkeit des Lesers zu erhöhen. Es wird eine besondere Aufgabe meiner Untersuchungen sein, das Bachjasche Werk von der Gestaltung her zu betrachten, die Stilmittel herauszuarbeiten, deren sich der Autor bedient, um dem Werke Volkstümlichkeit zu verleihen; denn gerade in diesem Werke macht nicht sein Gehalt allein das aus, was uns fesselt. Diese stilistische Eigenschaft hat mir die Möglichkeit gegeben, die Bedeutung manches Terminus festzustellen oder zu sichern, denn Bachja Belbst erklärt von der Gesamtzahl nur dreizehn Termini: außer den zehn den zehn Pforten des Werkes entsprechenden noch miD, JTOW1 und main; die Definitionen der anderen müsf n erst aus dem Zusammenhang erschlossen werden. Es hat sich ferner herausgestellt, daß die hebräische Übersetzung keineswegs als eine wörtliche zu betrachten ist, wie Tibb. in der Einleitung zur Übersetzung angibt, vielmehr zeigt sie viele Lücken in Bezug auf die Wiedergabe von Synonymen und parallelen Sätzen. Ich glaube in der vorliegenden Arbeit den Beweis erbracht zu haben, daß es eine Eigentümlichkeit der tibbonidischen Übersetzungsmethode ist, solche Synonyme und Parallelen zu übergehen oder in der Übersetzung zusammenzuziehen. In Verkennung dieser Eigentümlichkeit hat der Herausgeber des ins arabische Alphabet transkribierten Textes der „Hidäja ..." 35