Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 50.1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Sprachen, vornehmlich Arabisch, ist Herr Bibliotheksrat i. R. Dr. Gottschalk hinzugetreten. Mit dem Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden und den mit ihm zusammenwirkenden Schulverwaltungen der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und der Jüdischen Gemeinde Berlin schweben Verhandlungen wegen übernähme der von ihnen betreuten Lehrerfortbildung. Das erweiterte Vorlesungsverzeichnis für das Sommer-Semester folgt in Anlage A auf Seite 10/11. Die Umgestaltung der Verhältnisse wird in unserer Prüfungsordnung ihren Ausdruck finden. Es wird in Zukunft vor der Zulassung zur Schlußprüfung eine Prüfung in den allgemein-wissenschaftlichen Fächern gefordert werden. .Nähere Bestimmungen sind in Bearbeitung. Die Zahl der Studierenden erreichte im Sommer-Semester 1932 die in der Geschichte der Anstalt noch nie verzeichnete Höhe von 155 (darunter 19 außerordentliche, 12S männliche und 27 weibliche), hielt sich jedoch nicht auf dieser Höhe. Sie beträgt gegenwärtig (Sommer- Semester 1936) 107 (38 a.o., 69 o.). Besonders stark ging die Zahl der weiblichen Hörer zurück. Ebenso hat sich das Verhältnis der Inländer zu den Ausländern verschoben, es stellt sich heute auf 4:1. Der Jüdische Jugend-Verband Hechaluz hat im Winter-Semester 1935 etwa 20 seiner Mitglieder, die bereits eine manuelle Hachscharah erfolgreich durchgemacht haben, zum Studium an der Lehranstalt delegiert, damit sie auch eine weitere geistige jüdische Ausbildung erhalten. Die überwiegende Zahl dieser Chaluzim ist im Besitz des Reifezeugnisses. Im Sommer 1936 sind nur zwei von ilinen ausgeschieden, an ihre Stelle sind 12 neue getreten. Für einen besonders freundlichen Akt der Solidarität sind wir dem Hebrew Union College in Cincinnati (Ohio) verpflichtet Es hat 5 jüngere Studicreude unserer Anstalt zum Winter-Semester 1935 eingeladen und ihnen für die Zeit ihres Studiums volle Gebührenfreiheit und unentgeltlichen Unterhalt zugesichert. Die Herren sind Ende September 1935 in Cincinnati eingetroffen, die Berichte über die bisherigen Erfahrungen lauton von beiden Seiten recht günstig. Sehr groß war die Zahl der in der Berichtszeit abgelegten Prüfungen. Die Zwischenprüfung wurde im ganzen von 57 Studierenden, die Abschlußprüfung als Rabbiner oder akademischer Religionsiehrer von 36 Studierenden abgelegt Alle Studierenden, welche die Abschlußprüf ung abgelegt haben, sind teils im Inland, teils im Ausland in eine angemessene Stellung berufen worden. Die meisten bereits vor Ablegung der Abschlußprüfung, da sowohl im Rabbinerals auch im 6