Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 50.1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Herren Rabbiner Dr. Max Wiener und Dr. Fritz Baraberger. Zu Beginn des Winter-Semesters 1935 beriefen wir die Herren Dr. Wiener und Dr. Sister zu ordentlichen Mitgliedern des Lehrerkollegiums, (und zwar ersteren für das Fach der jüdischen Rcligionsphilosophie und Ethik, letzteren für Bibelwissenschaft und hebräische Sprachwissenschaft. Zum Herbst 1935 erhielt Herr Dr. Albeck einen einjährigen Urlaub. Seine Vertretung übernahmen die Herren Dr. Kahano und Dr. Alexander Guttmann. Wir sprechen den aus dem Lehrerkollegium ausgeschiedenen Herren für ihre langjährige hingebende Tätigkeit im Dienste der Anstalt unseren aufrichtigsten Dank aus. Wir danken auch denjenigen Herren, die sich zur Vertretung zur Verfügung gestellt haben, für ihre freundliche Bereitwilligkeit und ihre Mühewaltung. Wir danken endlich der Verwaltung der Jüdischen Gemeinde Berlin für das Entgegenkommen, daß sie Herrn Rabbiner Dr. Wiener von einer Reihe amtlicher Verpflichtungen befreit hat, um ihm die Übernahme des Lehramts an unserer Anstalt zu ermöglichen. Als Gäste der Anstalt wirkten in den Monaten Januar und Februar 1935 Herr Prof. Dr. Martin Buber (Vorlesungen und Übungen über Probleme des biblischen Messianismus), im Januar 1936 Herr Dozent Dr. Abraham Weiß vom Jüdisch-Wissenschaftlichen Institut in Warschau (Vorlesungen und Übungen aus dem Gebiet der Talmudforschung). Auch diesen beiden Herren fühlen wir uns für ihre anregungsreiche Tätigkeit zu aufrichtigem Dank verbunden. Da eine wachsende Zahl unserer Studenten nicht mehr die Universität besuchen kann und das Studium an der Lehranstalt eine Ergänzung durch andere Studien voraussetzt, haben wir auf Anregung des Lehrerkollegiums zum Herbst 1934 Herrn Dr. Arnold Metzger eingeladen, an der Lehranstalt Vorlesungen über allgemeine Philosophie zu halten. Im Anschluß an seine Vorlesungen bildete sich ein Arbeitskreis, der uns die Mittel zur Verfügung stellte, die allgemeinwissenschaftlichen Vorlesungen zu erweitern. Wir wählten als vordringlich die Gebiete der Philosophie und Geschichte und konnten zum Winter 1935 die früheren Universitätsdozenten Prof. Dr. Täubler-Heidelberg, Dr. Bcrney-Freiburg, Dr. Friedländer-Berlin einladen, ebenso wie Dr. Metzger bei uns Vorlesungen und Übungen zu übernehmen. Für den Sommer 1936 stellten sich ferner die Herren Dr. Kaufmann-Freiburg und Dr. Liebeschütz-Hamburg zur Verfügung. Prof. Täubler ist leider zur Zeit durch anderweite Verpflichtungen in Anspruch genommen. Als Dozent für semitische 5