Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 49.1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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Züge als Dt.13), ferner spricht Dt. inV. 1—5 vom Tier des „Bruders", E.V.: des „Feindes", auch hietet Dt u. a. statt: des schwierigen ary der Exodusstelle das jedenfalls klare: D**p.Xl D£>n „du sollst aufrichten". Wichtiger ist hier jedoch folgender Unterschied: In den vorangehenden Versen ist in Ex. vom Ochsen und Esel, in Dt. vom Ochsen oder Schaf die Rede, und so spricht Dt. auch in V. 5 vom Ochsen und Esel des Nächsten, die der, der sie auf dem Wege hingefallen ( YV?^ ) sieht, aufrichten soll. In Ex. dagegen he.ßt es nur: „Wenn du den Esel deines Feindes sich unter s» i n e r Last hinlegen siehst ( iK^Q fipri f 5*1 ), so überlasse es ihm (dem Feinde) nicht"! Wohl mit Recht ist nur vom Esel die R 'de, denn der Esel, nicht ein Ochse, tragt im alten Israel Lasten, und des störrigen Esels Gewohnheit ist es, sich, wenn er nicht weiter will, unter der Last, ja auch unter dem Reiter hinzulegen. Und so scheint es, daß die alte Fassung von Ex. 23 nicht die Hilfe für das gefallene Tier befiehlt, dem ja auch die Last nicht abgenommen werden soll, sondern im Gegenteil die Hilfe für den Menschen gegen das hockige Lasttier. Und vielleicht nur darum, weil ein spaterer Autor aus dem unmittelbar vorangehenden Gesetz vom verlaufenen Ochsen und Esel — auch hier soll dem H e r r n des Tieres geholfen werden — auch in unser Gebot irrig den Ochsen zum Esel hinzuschrieb, konnte allmählich die dann mißverständliche, wenn auch sachlich allenfalls berechtigte Fassung von Dt. entstehen, die Ochsen und Eseln, wenn sie, obwohl frei von Lasten, hinstürzen, aufzuhelfen befiehlt. Aber Rinder und Esel können, anders als das Pferd, sich auch selbst ohne Schwierigkeiten aufrichten, wenn sie beim Sturz nicht einen Schaden erlitten haben, der jede Hilfe vergeblich macht. Was hier gezeigt ist, ist freilich nur ein kleiner Versuch auf einem Wege, der uns nur eben dort, wo das Material es erlaubt, den Werdegang der Bibel einige Schritte rückwärts zu verfolgen gestattet Dennoch können auch solche Einzelmomente einmal von größerer Wichtigkeit werden und sich zu einem klareren Bilde der biblischen Vergangenheit verdichten, als wir es bisher besitzen. "> Iii« li«!«fiii(J«!r«n Probleme und Resultate der Qucllenscueidung, die ja am <;»j/<mtA»rI luthl* lindern, sind hier der Einfachheit wegen nicht in Rechnung j/«*WM,