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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1932-01-01 · 49.1932 · page 26

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
49.1932
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273643--2433-2276237
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liehe, in Iiiobs cdomilischcr Heimat entstandene Form der Sage. Denn diese Sagen form erklärt ätiologisch den Namen Ijjob, der — wie immer entstanden — in der edomitisch-arabischen Form Ajjab, Awwab, den Büßer, Bekehrten bedeutet. Erst in Israel wandelte sich die Sage vom — nunmehr zu Israels Gott — bekehrten — edomitischen Zweifler, auf Grund der hebräischen Bedeutung von Ijjob „der Angefeindete" allmählich zur Sagengcstalt des Rahmens, worin der fromme lliob, vom Satan angefeindet, jeder Versuchung trotzend an seinem sicheren Gottvertraucn festhält. Diese Sagenform des Rahmens, auch in sich noch inkonsequent — Satan erhält keine Antwort, und die tröstenden Freunde haben statt ihrer Funktion der Verteidigung Gottes noch nicht die zur Erzälüung und besonders zur Haltung von Iiiobs Weibe passende und am Ende (42, 7) angedeutete der Aufreizung zum Trotz erhalten —, ist also jung, vom späteren Erzähler der wahrscheinlich damals schon nur mehr in Fragmenten erhaltenen Dichtung nachträglich hinzugegeben. Und wahrscheinlich erklärt sich so die Tatsache, daß die später nochmals angefügte, neue Gestalt der Rahmenerzählung am Anfang und zu Endo des Buches besser erhalten ist als die sonst doch der Zerstörung minder ausgesetzten Mittelpartien. Der Rahmen ist jünger als die Dichtung. Aber nicht nur der Erzählungs rahmen. Die Prüfung der Reden zeigt unzweifelhaft8), daß auch die Überschriften der Abschnitte, die da eine Rede Hiobs, dort eine dieses oder jenes Freundes ankündigen, in plumper und in den meisten Fällen irriger Weise überall dort angesetzt sind, wo der Bearbeiter innerhalb der Sammlung von Dichtungsfragmenten einen Redewcchsel zu erkennen glaubte, gleichgültig gegen Form, Anlago und Inhalt der Reden, ja selbst gegen die Tatsache, daß, was er etwa in Kap. 4 in einer Rede des Elifas gab, in Kap. 15 ausdrücklich als Wort Hiobs angeführt wurde usw. — So war es der spätere Autor der neuen Rahmenerzählung, der ganz analog wie der Erzähler des Rahmens der Ladesprüche inNum. 10 die ihm vorliegenden Dichtungsfragmente mit — irreführenden — Überscliriften versah, ähnlich auch wie etwa das Dcboralicd heute in einer Rahmenerzählung steht, die in kleinen Einzelheiten Differenzen davon spüren läßt. Aber auch die Dichtung selbst, wie sie ihm in Fragmenten vorlag-, die er schlecht und recht zu Reden ordnete, auch sie hatte vorher ihre literarische Geschichte gehabt Denn die Dialogreden selbst sind 8) S. a. a. O. ausführlich. ' 26 \

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