Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 49.1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Horm Direktor Sockel für seine treue, selbstlose Mitarbeit auch an dieser Stelle unseren wärmsten Dank aus. Prof. Dr. Gotthold Weil leistete einem Rufe als Ordentlicher Professor an die Universität Frankfurt a, M. Folge und legte infolgedessen das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden nieder; wir geben unserer Genugtuung Ausdruck, daß Herr Prof. Weil weiter Mitglied des Kuratoriums bleibt und auch aus der Ferne sein reges Interesse für die Hochschule betätigt. Mit Frau Bacrwald tritt zum ersten Male ein weibliches Mitglied in das Kuratorium ein. Dies ist besonders deshalb zu begrüßen, weil sich Frau Baerwald, die schon für die Einrichtung des Erholungsheims Arondsee ihre reiche praktische Erfahrung in der sozialen Arbeit zur Verfügung gestellt hat, bereit erklärt hat, die Leitung des Heims in hauswirtschafllichcn Fragen zu unterstützen. Herr Regierungsbaumeister Dr. Herzfcld hat im vorigen Jahre bereitwilligst die mit dem in den Arendseer Häusern erforderlichen Umbauten und Einrichtungen verbundenen schwierigen und mühsamen Arbeiten geleitet. Außerdem betreut er als Hauskurator die Grundstücke Artilleriestr. 14 und Köpenicker Str. 73 sowie das Erholungsheim in Arcndsee. Herr Handclsgerichtsrat Kicfe, der seit langen Jahren als Revisor tätig ist und der Verwaltung sehr wertvolle Anregungen gegeben hat, hat zur Entlastung des Schatzmeisters die Verwaltung des Vermögens der Hochschule und der Hausmann-Stiftung übernommen. Eine hochherzige Gönnerin hat die Hochschule durch das Hinscheiden von Frau Emma Brünn verloren; die von ihrem Galten, unserem Kuratoriumsmitglied Herrn Siegfried Brünn, begründete Hermann- Cohen-Lehrstuhl-Stiftung hat sie weiter* ausgebaut und sich damit ein dauerndes Andenken gesichert. Das uns durch letztwilligc Verfügung dor Brünnschen Eheleute zugedachte Vermächtnis konnte infolge der eingetretenen Wertverminderung .des Nachlasses leider nicht zur Auszahlung kommen. eWkoU.fiuiB Herr Dr. Torczyner, der auch weiter mit der Arbeit an der von der Jüdischen Gemeinde Berlin herauszugebenden Bibelübersetzung beschäftigt war, wurde abermals von einem Teil seiner Vorlesungen beurlaubt und in je zwei Stunden durch die Herren Dr. Auerbach und Josua Gutmann vertreten. 10