Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 49.1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Die im Sommer-Semester 1931 und Winter-Semester 1931/32 gevorL.„.g« haltcnen Vorlesungen sind in der Anlage A verzeichnet. Während der Ferien fanden für die Teilnehmer an der Präpagandic und an den Sprechkursen Ergänzungskurse statt. Die Zahl der ordentlichen Studierenden hetrug im Sommer-So* Hartr mester 1931 130, und zwar: 78 aus Deutschland, 2 aus Österreich, 2 aus Rumänien, 3 aus der Tschechoslowakei, 43 aus Polen, 1 aus Ungarn, 1 aus Schweden. Im Winter-Semester 1931/32 128, und zwar: 74 aus Deutschland, 2 aus Österreich. 2 aus Rumänien, 4 aus der Tschechoslowakei, 43 aus Polen, 2 aus Ungarn, 1 aus Schweden. Die Zahl der außerordentlichen Studierenden hetrug im Sommer- Semester 1931: 17; im Winter-Semester 1931/32: 16. Die Zahl der ordentlichen Studierenden ist demnach wiederum gewachsen; die Zalü der außerordentlichen, die ihnen in früheren Jahren 6chr nahe kam, ist ihnen gegenüber verschwindend klein geworden. Der Andrang zum Studium hält an der Hochschule wie an den Universitäten weiter an. Es entspricht den Zielen der Hochschule, wenn möglichst viele Akademiker mit den verschiedensten Interessen Ausbildung an ihr suchen, und unter diesem Gesichtspunkt kann dio Üherfüllung der Hochschule begrüßt werden. Auf der anderen Seile aber muß klar und deutlich davor gewarnt werden, in dem Beruf eines Rabbiners oder höheren Rcligionslehrers günstige Anstellungsmöglichkciteii zu erwarten. Auch in diesen Berufen sind die Aussichten erschöpft, und das Überangebot der nächsten Jahre dürfte den Notstand verstärken und einen außerordentlich scharfen Wettbewerb im Gefolge haben. Es ist daher dringend zu, empfehlen, daß alle Studierenden sich nachdrücklichst auf ihre Eignung prüfen, ehe sie endgültig ihre Entscheidung treffen. Die Rabbinatsprüf u,ng haben im Berichtsjahre bestanden: Dr. Fritz Prüiu»4«« Pinkuß aus Magdeburg, Lic. Hermann Wohlstein aus Malmö, Dr. Hans Andorn aus Hattingen, Dr. Robert Rafacl Geis aus Frankfurt a. M., Dr. Fritz Plotke aus Berlin und Dr. Manfred Swarsensky aus Marienfließ i. P. Berufungen erhielten: Dr. Pinkuß als Rabbiner in Heidelberg, B.ryfu.g.« Dr. Andorn und Dr. Geis als zweite Rabbiner in Karlsruhe bzw. München, Dr. Swarsensky als akademischer Religionslehrer mit Pre- 11