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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1931-01-01 · 48.1931 · page 64

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
48.1931
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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haben, daß sie teils unmöglich, teils dem Zufall überlassen werden?" Lessings Werke, herausgegeben von Petersen und Olshausen. XXII, S. 75. «) Theologisch-politischer Traktat, Kap. III, S 27—31. 38) a. a. 0. SS 30, 43—46. ™) Kap. XII. S 19 ff.; Kap. XIV, S 23 ff. *°) Kap. III. S 31— 38; vgl. auch Kap. XI über die Apostel, besonders S 11 ff. ") Kap. XII. SS 2 f., 19, 22. *2) Ethik, Anhang zum 1. Buch; Vorwort zum theologisch-politischen Traktat, S 1—9. Zwischen der Annahme einer dem menschlichen Geist wesensnolwendig immanenten wahren Gotteserkenntnis und der Behauptung von der Herrschaft des Aberglaubens in der Menge besieht ein Widerspruch, der auch durch die Annahme einer Verdunkelung des ursprünglichen Gottesbewußlscins nicht ausgeglichen werden kann. Denn eine adaequale Erkenntnis kann nach Spinoza nicht verdunkelt werden, vgl. Ethik II, 43. Was Spinoza im Scholion zu Ethik II. 47 zur Lösung der Schwierigkeit anführt, ist offenbar unzureichend. Als ein Hindurchscheinen der ursprünglichen Gotteserkennlnis durch die sie verdunkelnde Schicht des Aberglaubens möchte L. Strauss a. a. O., S. 245 die allgemeine Religion verstehen und daraus vor allem auch die Tugend der Menge erklären. Aber wie aus der Verbindung beider Schichten die Mittelstufe der allgemeinen Religion hervorgehen und wie es insbesondere zu der beiden Schichten fremden Vorstellung des moralisch-gesetzgebenden Gottes kommen soll, ist schwer abzusehen. Auch Spinozas wiederholte Erklärung, die Philosophie könne nicht begreifen, wie der Gehorsam zur Glückseligkeit zu führen vermöge, Kap. XV, SS 22, 26, stimmt schlecht zu dieser Auffassung. Auch wenn man aber die Entstehung »1er populären Religion und Moral auf diesem Wege erklären will, bleibt das im Text Gesagte bestehen, daß sie logisch nicht in der Vernunft begründet ist. *3) Kap. IV, $ 1—15. «) Kap. IV, SS 25 ff., 37; Kap. XIV, S 24 ff. 45) Kap. XIV, S 10. Ihrem Inhalt nach sind die Dogmen der allgemeinen Religion von Herbert von Cherbury übernommen: vgl. Freudenthal, Spinoza I2, S. 322. Die Methode der Ableitung aber erinnert stark an die jüdischen Philosophen, speziell an Albo, dessen drei Grunddogmen sich auch inhaltlich leicht zu denen Spinozas erweitern ließen. *e) Vgl. Strauss, a. a. O., S. 252 ff. «) Jerusalem, a. a. O., S. 321. 340 f. *«) a. a. O., S. 332—339. *a) a.a.O., S. 337. so) a.a.O., S. 339 ff. 5i) a.a.O., S. 340. ») Brief vom 22. September 1783, Gesammelte Schriften V..S. 669. 66

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