Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 48.1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
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den Jerusalem schrieb, hat er den seinerzeit nicht zu Ende geführten und unveröffentlicht gebliebenen Entwurf benutzt, wie ja der Jerusalem guten Teils mit Begriffen arbeitet, die ihre erste Fixierung in der Kontroverse mit Lavater und Bonnet gefunden hatten. Vgl. Bamberger, Mendelssohns Begriff vom Judentum, Korrespondcnzblatt der Akademie für die Wissenschaft des Judentums 10. Jahrgang, S. 4—19, besonders S. 15. 27) Jubiläumsausgabe VII, S. 11; vgl. auch die Gegenbetrachtungen, daselbst S. 75, 98. 28) Schreiben an Lavater, a. a. 0. S. 11, Anmkg. c. 29) Thcolog.-polit. Traktat, Kap. V, S 47 f. so) Brief vorn 26. Oktober 1773, Jubiläumsansgabe XVI. S. 178. Mendelssohn erwähnt dort, daß er die gleiche Anfrage schon vor längerer Zeit an Emden gerichtet hat, und es liegt nahe, daß die erste Anfrage aus der Zeit des Lava t erstreit es stammt. Interessant ist der Versiuch Mendelssohns, die befremdliche Ansicht des Maimonides auf seine Anschauung zurückzuführen, daß der Ethik keine Vcrstandesprinzipien, sondern nur allgemein verbreitete Überzeugungen zugrunde liegen (vgl. Rosin, Die Ethik des Maimonides, S. 37), die nach Mendelssohns freilich fehlgreif entler Interpretation auf Überlieferung beruhen müssen. 31) Philosophische Gespräche, Jubiläumsausgabe I, S. 30 ff., über die Empfindungen, daselbst S. 43; Abhandlung über die Evidenz, Jubiläumsausgabe II, S. 313, 328; Morgenstunden VIII, Gesammelte Schriften II, S. 306 ff. 32) Abhandlung über die Evidenz (Einleitung), Jubiläumsausgabc II. S. 269 ff. 33) Cassirer, Die Idee der Religion bei Lessing und Mendelssohn, Festgabe zum zehnjährigen Bestehen der Akademie für die Wissenschaft des Judentums, S. 31 ff. 3*) Jubiläumsausgabe VII, S. 74 f. 35) Gegenbetrachtungen, a. a. O., S. 98. Jerusalem, Gesammelte Schriften III, S. 337 ff. Daselbst S. 316 f. ist die entgegengesetzte Anschauung noch durchzuspüren. Aber der Zustand der „rohen IVatur" wird dort fast rousscauisch idealisiert, und von den Entartungen des späteren Heidentums wird ihm nichts zugeschrieben. S6) Eine breite Ausführung enthält das zweite der Wolfenbüttler Fragmente, an das einzelne Wendungen des Jerusalem deutlich anklingen. Es heißt im Jerusalem (a. a. 0, S. 316): „Nach den Begriffen des wahren Judentums sind alle Bewohner der Erde zur Glückseligkeit berufen und die Mittel derselben so ausgebreitet als die Menschheit selbst, so milde ausgespendet als die Mittel, sich des Hungers und anderer Naturbedürfnisse zu erwehren". Damit vergleiche man die Sätze des Reima'rus: „Gott handelt gewiß anders im Leiblichen. Was den Menschen und besonders auch Kindern zum Leben notwendig ist, das reicht er durch die Natur im Überflusse dar ... Wie kann er die Mittel zu dem geistlichen und ewigen Leben und' Wohlfahrt so sehr über das Vermögen der Menschen gesetzt 65