Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 47.1930
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 75)
- Language
- German
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209) Ygi. Hamibchar zu Lev. 27, 32 (xind auch Ibn Esra z. St.) und Deut. 12, 6 und Kommentar und Anan Sefer Hamizwot, ed. Schechter S. 3 f. Im samaritanischen Josua c. 38 wird fälschlich gesagt, daß der Viehzehnt den „Leviten" gegeben wurde. Es muß natürlich heißen „den Priestern". 210) Beim zweiten Zehnten sagt er dies ausdrücklich, vgl. weiter, ebenso auch beim Erstgeborenen des Viehs (a. a. 0., S. 6, Z. 12). Nach der Halacha muß weder der zweite Zehnt noch das Erstgeborene im Tempel gegessen werden; vgl. weiter und Zebachim a. a. 0. — Es soll noch bemerkt Averden, daß Verfasser 32, 8 berichtet: „Und er (Jakob) verzehntete alles reine Vieh und machte ein Ganzopfer, und alles unreine Vieh gab er seinem Sohne Levi und die Menschenseelen gab er ihm alle". Statt „Ganzopfer" muß es hier wiederum (vgl. oben Anm. 148) nur „Opfer" heißen, da aus Vers 6 hervorgeht, daß Jakob den Viehzehnt auch für Heilsopfer verwandte. Mit welchem Recht Jakob den Viehzehnt vom reinen Vieh dem Levi vorenthielt und daraus Ganz- und Friedensopfer (vgl. Vers 4—6) darbrachte, ist nicht einzusehen. Es darf aber m. E. aus dieser Stelle (vgl. auch Vers 2) nicht gefolgert werden, daß nach Verfasser auch unreines Vieh, Menschen und Geräte verzehntet werden müssen, wie dies auch z. T. von Anan a. a. 0., S. 3f (vgl. auch S. 30 und ed. Harkavy, S.131 und 135) gefordert wird. Vielmehr hat nur Jakob seinem ausdrücklichen Gelübde gemäß (Gen. 28, 22), alles verzehntet; vgl. auch Num. 31, 28 ff. 211) Unrichtig von Littmarin übersetzt: den Zehnten „zweimal" vor G ... 212) Auf dieser falschen Voraussetzung baut Finkelstein S. 52 ein ganz neues „System" auf. 213) Sefer Hamizwot, ed. Schechter, S. 5, Z. 16. 214) Maaser Scheni III, Makkot III, 3. Vgl. Sifre Deut. 107 und 129. Josephus Ant. IV, 8, 8. 215) Vgl. Sifre Deut. 105; Mischna Maaser Scheni V, 8. 21<5) So ausdrücklich in Sifre Deut. 109 (97 a, vgl. auch 96 b), Sifre Zutta zu Num. 18, 21 und die Baraita im Talmud Rosch Haschana 12 b. Tosefta Terumot II, 6. In den Baraitot setzen R. Jehuda und R. Eliezer ben Jakob dies voraus. 217) Jos. Ant. IV, 8, 22, Ps. Jonatan Deut. 26, 12—13. Es ist aber merkwürdig, daß Jonatan den Armenzehnt trotzdem den zweiten nennt und den dritten nach Jerusalem bringen läßt; vgl. auch Geiger, Urschrift S. 177 f. Vgl. noch Ibn Esra zu Deut. 14, 28. 218) Schürer III*, S. 243, meint, daß der Text im Cod. Sinait. der älteren Praxis entspreche, während der Vulgärtext nach der späteren korrigiert würde. Dasselbe gelte auch für die Annahme in Sinait., daß der Viehzehnt den Priestern zu geben ist, vgl. oben. Nun sehen wir aber, daß unser Buch mit Sinait. in bezug auf den Viehzehnt, nicht aber in bezug auf den zweiten Zehnt übereinstimmt. Danach enthielte 57