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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1930-01-01 · 47.1930 · page 73

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
47.1930
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 73)
Language
German
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«">) So Finkelstein S. 55. Vgl. auch Ex. 34, 16, Deut. 7, 3 und die Lesart in Vers 11 „ihren Söhnen"; die Väter haben aber gar kein Recht die Söhne zu verheiraten. Vgl. noch Gen. 38, 6f, Richter 14, 2 und Kidduschin 30 b. 19*) Vgl. Deut. 22, 16, Kidduschin II, 1; vgl. auch Ketubbot IV, 2, 4 und Talmud Kidduschin 16 b, aber auch Tobit 7, 11 f u. a. 192) Ant. IV, 8, 23. Auch die Rabbinen haben der Mutter oder dem Bruder einer väterlichen Waise während ihrer Minderjährigkeit das Recht zuerkannt, sie an einem Mann zu verheiraten, mit der Maßgabe, daß sie nach Erlangung der Großjährigkeit die Heirat rückgängig machen kann, Jebamot XIII, 2. 193) Sifre Deut. 171 nach der richtigen Lesart in Midrasch Tannaim, S. 109, obwohl auch hier der Text nicht ganz korrekt zu sein scheint. (Warum soll denn Lev. 18, 21 nicht als mn*X gelten?) Der Satz: nov iyid "pöi? iyno "p o "loxn bm&\ hui iöix xto 's^> ,n\-pnh 3*ix p ruöö toj?di rPDix 'pynn m idik Vxyoty* n (Lev. 20, 2) . . . UyDtP mniX /IjyötP tyjlV besagt unzweideutig, daß R. Ismael diese Deutung nicht als Agada, sondern als ernste Halacha ausgibt., Vgl. auch Hadassi, Eschkol S. 105c: nn'ö a^n X1H DJ ri'US ri'U K3H »]K. Nun heißt es in Mischna Megilla IV, 9: -jS-.D1? Tay n? "jnn X5? iyno! IDlXTt (Lev. 18,21) ns^wn iniK ppntpo »nvoiKa jnavK^ ^nn jo "|yTDi. Im Talmud b. 25 a (ebenso Jeruschalmi 75 c und Sanhedrin IX, 27 b) wird die Deutung R. Ismaels zu diesem Vers gegeben, daß er vom geschlechtlichen Umgang mit einer Heidin handelt. Da die Kommentare die Mischna dahin erklären, daß sie eine derartige Umdeutung des Schriftwortes heftig tadelt, so sind sie gezwungen, entweder anzunehmen, daß die Baraita des R. Ismael nur die Mischna näher erklären wollte, worin die falsche Übersetzung bestehe (Raschi), oder einen künstlichen Unterschied zwischen der richtigen Übersetzung des R. Ismael und der falschen, von der Mischna getadelten, zu machen (Arukh Dix)- Die Übersetzung Jonatans (der auch Juda Hadassi, Eschkol, S. 120 a folgt) wird allgemein als agadische Deutung entschuldigt, vgl. auch Levy, Ghald. Wörterbuch unter Wir haben aber gesehen, daß es R. Ismael bitter ernst um diese Deutung zu tun ist, so daß die Mischna diese nicht tadeln konnte. Ich glaube daher, daß die von der Mischna getadelte Übersetzung ganz anders zu verstehen ist, nämlich: „Und von deinen Nachkommen sollst du nicht hingeben, durch das Heidentum hindurchzuführen". Diese Übersetzung wollte aus dem Schriftvers ableiten, daß es verboten sei, die Kinder in heidnische Kultur und Sitten einführen zu lassen. Die Worte xnVD"IX3 *TQyX^ (andere Lesart: XrpDUsO!) können auch keinen anderen Sinn haben. Eine Übersetzung, nach der die Bekanntschaft mit dem Heidentum dem Molochdienst gleichzustellen sei, wurde in der Mischna mit Entrüstung zurückgewiesen. 194) Deshalb ist hier „ihren Söhnen", gegen Littmann, die richtige Lesart; vgl. auch Ex. 34, 16 und Nehemia 13, 25. im) Vgl. Talmud Aboda Zara 36 b, Jeruschalmi Sabbat I, 3d, Philo, 55

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