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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1930-01-01 · 47.1930 · page 41

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
47.1930
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 41)
Language
German
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IRI
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gäbe von Lev. 7, 18154) und steht im Widerspruche zu der Lehre der Rabbinen, die diesen Vers dahin deuten, daß das Opfer ungültig und zu essen verboten ist, wenn man es mit der Absicht geschlachtet hat, es später als in der vorgeschriebenen Zeit zu verzehren155). Die Opferhölzer für den Brandaltar sind nach der von Abraham erteilten Lehre (Vers 12) auf vierzehn (oder zwölf) Baumarten beschränkt. Zu ihnen gehört nach unserem Texte auch der Ölbaum. Nach der Mischna und Baraita156) ist dagegen alles Holz zum Altarbrand zugelassen, außer dem von Ölbaum und Weinstock. Die Mischna und Baraita berichten aber, daß man gewöhnlich die Holzarten von Feigen- und Nußbaum sowie die sogenannte Baumart pj? verwendete. Ich vermute, daß der Ölbaum in unserem Texte dem Mißverstandnisse eines Übersetzers seinen Ursprung verdankt. Im hebräischen Texte stand ]nw f und dies wurde mißverständlich als Ölbaum übersetzt157). Im Testament Levi 9 wird ebenfalls die Lehre Abrahams überliefert, „zwölf Bäume, die immer Blätter haben", als Altarholz zu gebrauchen158). Im aramäischen Geniza-Fragment159) werden diese aufgezählt, und darunter sind auch KIUKD (Feigenbaum) und Hnwa 5?K. Letzteres Wort entspricht aber dem hebräischen py* wie es auch so von Targum Jes. 41, 19 übersetzt wird. Vierzehn Bäume, die nie „ihr Laub" abwerfen, werden im Buche Henoch c. 3 ebenfalls erwähnt. Nach dem aramäischen Geniza-Fragment soll der Rauch dieser 12 Bäume einen angenehmen Duft verbreiten. — Die anderen Forderungen in V. 13, kein „altes Holz" und „kein gespaltenes oder dunkles" hinzulegen, sondern nur solches, an dem „kein Flecken ist, vollkommenes und neues Gewächs", entsprachen anscheinend der Tempelpraxis und stimmen z. T. mit der Halacha überein. So wird in Middot II, 5 gelehrt: Jedes Holz, in dem ein Wurmfraß gefunden wird, ist für den Altar ungeeignet, ebenso war nach der Tosefta160) nur neues Holz zu verwenden. Nach dem aramäischen Geniza-Fragment des Test. Levi waren die Hölzer zu spalten und zu „untersuchen", ob sie wegen Wurmfraßes untauglich sind. Diesen kultischen Anweisungen, die, wie schon gesagt, Abraham in den Mund gelegt werden, schließt sich im V. 16 die Forderung an: „Wasche dich mit Wasser, ehe du gehst, um auf dem xAltare •zu opfern, und wasche deine Hände und deine Füße, ehe du an den Altar herantrittst; und wenn du mit dem Opfern fertig bist, so wasche dir wiederum deine Hände und deine Füße." Die Vorschrift, daß die Priester, bevor sie an den Altar treten, sich Hände 23

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