Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 45.1928
- Date
- 1928-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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schrill die Verewigte nach Beendigung der Inflation zur-Aufwertung einer Stiftung, der zum 70. Geburtstag ihres Gatten 1918 begründeten Ludwig Geiger-Stiftung, an unserer Hochschule. In pietätvoller Gesinnung haben die Kinder der Verewigten nach ihrem Hinscheiden den Wunsch ausgesprochen, da IS diese Stiftung fortan den Xanien „Ludwig und Martha Geiger-Stiftung" trage, wozu das Kuratorium Iwreilwillitgst zugestimmt hat. Der Stiftung sind von den Hinterbliebenen neuerding iaoo M. zugeführt worden". Außerdem sind uns bei Auflösung der Bibliothek Ludwig Geigers :>.G8 Bände gütigst überlassen worden, worauf wir im Bericht über die Bibliothek zurückkommen. Kinen weiteren Verlust erlitt unsere Hochschule durch das am ia. Januar 1938 in Meran erfolgte Hinscheiden von Frau Geheimrat Nahida Kuth Lazarus, der Witwe des Begründers unserer Hochschule. Auch sie, eine Frau, die treu dem Andenken ihres Gallen lebte, hat in Würdigung der engen Verbindung von Morilz Lazarus mit der Hochschule deren Entwicklung slels im Auge behalten. In einer letztwilligen Verfügung hat sie bestimmt. dalS eine Sammlung von- 18 Diplomen und Urkunden der Hochschule -als Eigentum zufallen soll. Die Verhandlungen mit dem Nachlaßpfleger wegen Auslieferung dieser Gegenstände von hohem persönlichen und geschichtlichen Wert sind noch nicht abgeschlossen. Den verdienstvollen Toten, an deren Namen sich so viele wertvolle Erinnerungen für unsere Hochschule knüpfen, bleibt ein dankbares Gedenken in unserem Kreise gesichert. Infolge des Heimganges von Justizrat Lilienthal jnußle das Kuratorium sich neu konstituieren. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Herr Dr. Veit Simon gewählt, das Amt des Schriftführers übernahm Herr Professor Dr. Weil. Neu hinzugewählt wurde Herr Bankier Willy Dreyfus in Berlin, früher in Frankfurt a. M. Herr Dr. Albeck, der im Vorjahre »eben seiner Wissenschaft- J,^ liehen Arbeit an der Akademie für die Wissenschaft des Judentums einen Lehrauftrag an der Hochschule übernommen hatte, hat am 1. Oktober 1927 sein Verhältnis zur Akademie gelöst und ist von uns zum ordentlichen Mitglied des Lehrerkollegiums mit einen» Lehrauftrag für talmudische Philologie berufen worden. Die Hochschule ist hierdurch in der Lage, Herrn Professor Dr. Baneth, der 7