Mannheim
Compact Memory

Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1928-01-01 · 45.1928 · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
45.1928
Date
1928-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2273546-2273635--2173-2275973
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

In rastloser, mühevoller und erfolgreicher Tätigkeit hat er für «las Wold der Gemeinde und ihrer Mitglieder ■ gewirkt, und auch ua,ch seinem Obertrill in den Ruhestand hat er die Fülle seines Wissens und die Klugheit seines Hajes jederzeit bereitwilligst zur Verfügung gestellt. Was er vermöge seiner Fähigkeiten im Vorstände der Jüdischen Gemeinde zu Berlin geleistet hat, füllt ein ruhmreiches Blatt in der Geschichte der Berliner Gemeinde und des deutschen Judentums. tu unser Kuratorium trat er im April 190G ein. gerade in jener Zeit, in der die Hochschule mitten in ihrem starken Aufschwung .stand und Männer von seiner Tatkraft, Frfahrung und Liehe zur Sache dringend brauchte. Für ihn bedeutete das neue Amt die Hückkchv zu seiner Alnia maier, mit freudiger Hingabe widmete ct sich den Arbeiten unserer Verwaltung. Seit 1910 wirkte er als Schriftführer, seit ny.ifi als stellvertretender Vorsitzender; daneben w.;r er Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Vereins der ehemaligen Hörer der Hochschule. Zu keiner Zeit appellierte man vergebens au seine Arbeitskraft. Neben unendlich vieler Kleinarbeit, die er dauernd unverdrossen leistete, nahm er an alleu großen Aufgaben regsten Anteil, ganz gleich, ob rs diu Ausgestaltung der Verwaltung, die Berufung eines Dozenten «der die. Ordnung der Studien und Prüfungen betraf. Seine Sachkunde, sein überlegtes und überlegenes Urteil, seine innere Anteilnahme verliehen seinem Wort und seinen Anträgen ein ganz besonderes Gewicht. Nicht zuletzt hat er auch durch seine frohgesinntc und gesellige Persönlichkeit alle Herzen gewonnen. Die Lücke, die Leo Lilienf\als Tod in unserer Mitte gelassen hat, wird sich nicht so leicht schließen, wir werden seine Mitarbeit schmerzlich missen. Dem Dank für Lilienthals wertvolle Leistungen gab au der Bahre Herr Professor Dr. Golthold Weil Ausdruck. Bei der vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin am 3o. Oktober 1927 veranstalteten Trauerfeier waren Kuratorium und Lehrerkollegium vertreten. Am iS. April 1927 verstarb Frau Geheimrat Martha Geiger, geb. Stettincr. Wie die Verewigte ihrem Gatten in seinem weiten Arbeitsgebiet stets eine hingebende Helferin gewesen ist, so hat sie auch sein warmes Interesse an unserer Hochschule zu dem ihren gemacht und hat über seinen Tod hinaus in treuer Anhänglichkeit den Zusammenhang mit unserer Anstalt gewahrt. Als erste 6 ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.