Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2273546-2273633--2103-2275902- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ausgelost wurden. In der Erkenntnis, daß der Etat der Hochschule dringend auf sofortige Zinseinnahmen angewiesen ist, haben wir uns entschlossen, die verbleibende Anleiheablösungsschuld nebst den Auslosungsrechten zu veräußern und den Gegenwert in 8 °/o Sächsischen Goldpfandbriefen anzulegen. So weist die Bilanz per 3i. Dezember 1926 (Anl. CS. i/j) ein gegen früher völlig verändertes Bild auf. Dieser Prozeß der Umbildung ist noch im Flusse, er setzt sich ins Jahr 1927 fort und wird vielleicht auch an dessen Ende noch nicht endgültig abgeschlossen sein. Das gilt um so mehr, als einige Stiftungen, an deren Erträgnissen wir Anteil haben, nicht unter unserer Verwaltung stehen und die oft damit verbundenen schwierigen Aufwertungsfragen noch nicht alle erledigt sind. — Auf der Passivseite der Bilanz ist die auf unserem Grundstück Artilleriestraße ruhende Hypothek auf GM. 12 5oo,— aufgewertet worden; die Gläubigerin hat diesen Betrag auf GM. 10000,— ermäßigt. Die günstige Folge der Aufwertung ist, daß wir im Jahre 1927 zum ersten Male wieder mit einigermaßen nennenswerten Zinseingängen rechnen dürfen. Sie stehen zwar in keinem Verhältnis zu den Summen, die uns vor 1914 zur Verfügung standen, bedeuten aber immerhin einen Anfang und eine Grundlage, auf der wir neu aufbauen können. Sobald das Ergebnis der Aufwertung endgültig vorliegt, werden wir auch den Anteil der einzelnen Stiftungen am Kapitalvermögen der Hochschule endgültig festsetzen können. Das Kuratorium hat den Beschluß gefaßt, sämtliche Stiftungen zum bleibenden Gedächtnis der Stifter weiterzuführen und diejenigen, deren Kapital vollständig entwertet ist, mit mindestens Mk. 100,— wieder einzusetzen. Nähere Einzelheiten werden wir im nächsten Bericht mitteilen. Unsere Bitte und unsere Hoffnung, daß von Seiten der Angehörigen früherer Stifter die Stiftungen neu bedacht werden, ist zu unserer großen Genugtuung nicht vergeblich gewesen. Nachdem im vergangenen Jahre Frau Geheimrat Martha Geiger, deren unerwarteten Tod wir während der Abfassung dieses Berichtes zu beklagen haben, damit den Anfang gemacht hatte, daß sie zum Aufbau der Ludwig-Geiger-Stiftung RM. 1000,— Ostpreußische 10 0/0 Goldpfandbriefe spendete, haben die Angehörigen unseres unvergeßlichen Vorsitzenden, Herrn Geheimen Justizrat Dr. Herman Veit Simon, RM. i5oo,—, die in 61/2 % Reichspostschatzanweisungen 7