Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2273546-2273633--2104-2275903- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
angelegt sind, und die Hinterbliebenen unseres, um die Finanzen der Hochschule stets bemühten Ehrenschatzmeisters, Herrn Max Weiß, RM. 700,—, die in 6i/2 % Reichsschatzanweisungen und 7 °/o Thüringischer Staatsanleihe angelegt sind, gestiftet. Wir erwähnen schon heute, daß im Anfang des Jahres 1927 Frau Betty Tietz und ihre Kinder Mk. 2000,— zum Aufbau der Oscar- und Betty-Tietz-Stiftung zur Verfügung gestellt haben. Herr Julius Kohn hat die für die Emanuel-Kohn-Stiftung gütigst gespendeten vier Stück Liegnitz-Rawitscher Eisenbahn-Vorzugsaktien in zwei Stück Pommersche Landschaftliche Pfandbriefe und RM. 1000,— Zertifikate der Deutschen Treuhand-Gesellschaft über Elektrische Hoch- und Untergrundbahn-Aktien umgetauscht. Wir sagen den hochherzigen Stiftern auch an dieser Stelle unseren aufrichtigsten Dank und können nur den bereits im letzten Bericht ausgesprochenen Wunsch wiederholen, daß mit der zunehmenden Befestigung der wirtschaftlichen Verhältnisse die Freunde unserer Hochschule und alle diejenigen, denen die Zukunft des Judentums am Herzen liegt, uns wieder Stiftungskapitalien zuführen und so zur Sicherstellung unserer Anstalt mitwirken mögen! Oppert-stiftung Unter den der Hochschule zugesprochenen Beträgen an Anleiheablösungsschuld befanden sich auch die Kapitalien der Oppert- Stiftung. Wir werden, nachdem auch dieses Kapital wieder Zinsen abwirft, die durch die Stiftungsurkunde vorgeschriebenen Zahlungen an die Hinterbliebenen unseres verstorbenen Kuratoriumsmitgliedes, Herrn Professor Gustav Oppert, aufnehmen und anteilgemäß zur Auszahlung bringen. Aufgaben Auch sonst wachsen unsere Verpflichtungen. Die Frage der Regulierung der Beamtengehälter steht im Reich und in den Landern erneut zur Debatte und auch wir werden nicht umhin können, die allgemein erwartete Regulierung vorzunehmen. Schon jetzt machen sich die infolge der Erhöhung der Mieten eingetretenen geringen Aufbesserungen in unserem Ausgabenetat geltend. Auch die weiter zunehmende Zahl der Studierenden legt uns die Verpflichtung auf, erhöhte Aufwendungen für Stipendienzwecke zu machen. Unser Gebäude bedarf dringend zahlreicher und kostspieliger Reparaturen. Neuanschaffungen und Ausbesserungen unseres Inventars sind notwendig geworden. Wir müssen immer und immer wieder auf die dringende Pflicht hinweisen, die Ansteilungs- und die damit zusammenhängenden Pensions- und Reliktenverhält- 8