Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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nele. In den verschiedensten Zweigen unserer Verwaltung sind dio Spuren seiner segensreichen Tätigkeit wahrzunehmen, insbesondere hat er beim Abschluß von. Vertragen und der Bearbeitung der für Studium und Disziplin geltenden Ordnungen hervorragend mitgewirkt. Kr übernahm den Vorsitz wenige Wochen vor Ausbruch des Weltkrieges und führte ihn das schwerste Jahrzehnt hindurch, das in den Annalen der Hochschule zu verzeichnen ist Zunächst war er in tiefgehender Sorge um die Aufrechterhaltung des Betriebes der Hochschule bemüht. Alle Schwierigkeiten, welche sich damals lür die Anstalt sowie ihre im Felde befindlichen Dozenten und Studierenden ergaben, bedrückten den warmherzigen Mann aufs Ernsteste. Ks bereitete ihm eine besondere Genugtuung, als anläßlich seines siebzigsten Geburlstages, 1916, durch nahe Angehörige die Albert Mossc- Slittung errichtet und durch Mitglieder des Kuratoriums 192 1 erweitert wurde. Als die Geldentwertung immer weitere Fortschritt machte und die Herbeischaffung der für die Hochschule erforderlichen Mittel immer größere Schwierigkeiten bereitete, lastete diese Sorge schwer auf ihm. Ks waren die Jahre, in denen seelische und körperliche Leiden ihn niederbeugten und ihm eine Entlastung nahelegten. Sein strenges Pi'lichgefühl ließ ihn auf dem verantwortungsvollen Posten ausharren, bis der Verfall seiner Kräfte ihm die Fortführung der Geschäfte unmöglich machte. Aber auch dann noch hatte erden Wunsch, milder Hochschule in Verbindung zu bleiben und über ihre Geschicke uivterrichtet zu sein. Am 18. Dezember 1925 folgte Oberregierungsrat Dr. Paul Meyer., der neben Albert Mosse als stellvertretender Vorsitzender gewirkt hatte, ihm in den Tod. Über die Verdienste des Verewigten und seiner Familie um die Hochschule ist an dieser Stelle wiederholt, zuletzt anläßlich seines achzigsten Geburtstages, 192/1, gesprochen worden. Paul Meyer war nahezu sechzig Jahre mit der Hochschule verbunden — seit den allerersten Besprechungen „behufs Einrichtung einer höheren Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums", die sein verewigter Vater, Stadtrat Moritz Meyer, 1867 veranlaßt hatte, und er war von Rührung überwältigt, als er vor einigen Jahren eine Sitzung des Kuratoriums in demselben Zimmer seines 5