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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1926-01-01 · 1926 · page 4

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273631--2080-2275878
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Vorträge über deutsches öffentliches Recht gehalten. Die jetzt gellenden japanischen Gemeinde-Kreis- und Provizialordnungen sind unter seiner Mitwirkung zustande gekommen und beruhen im Wesentlichen auf seinen Entwürfen. Erst jüngst hat anläßlich des aojährigen Bestehens der Gemeindeordnung die japanischen Regierung in einem höchst ehrenvollen Schreiben der wertvollen Mitarbeit Mosses dankbar gedacht. Nach seiner Rückkehr wurde er als erster Judo in Preußen zum Oberlandesgerichtsrat ernannt und nach Königsberg versetzt. Die dortige Albertus-Universität berief den berühmten Juristen zum ordentlichen Honorarprofessor, die juristische Fakultät ernannte ihn igo3 zum Ehrendoktor, seine weitere Beförderung im Staatsdienst jedoch wurde trotz der übereinstimmenden Anerkennung seiner Verdienste und seiner Persönlichkeit durch die judenfeindliche Praxis der damaligen preußischen Justizverwallung gehindert. 1907 nahm er seinen Abschied und übersiedelte nach Berlin, nach kurzer Zeit wurde er zum Mitglied des Magistrats gewählt und hat durch seinen klaren Blick, seinen außergewöhnlichen Scharfsinn und seine unverdrossene Arbeitsfreudigkeit der Stadt Berlin die wertvollsten Dienste geleistet. Wie er früher, als Richter, den Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde Berlin als Repräsentant lebhaftes Interesse entgegengebracht hatte, so stellte er sich gleich nach der Rückkehr in dio Hauptstadt unserer Anstalt mit freudiger Breitwilligkeit zur Verfügung und gewann gar bald eine führende Stellung im Kuratorium. Seine Zugehörigkeil zum Judentum beruhte nicht nur auf unerschütterlicher Treue und tiefer Pietät, sondern auch auf der Festigkeit seiner Überzeugungen. Die Aufgabe der Hochschule, die wissenschaftliche Erforschung und Vertiefung des Judentums, die Heranbildung von auf der Höhe der Zeit stehenden Rabbinern und Lehrern der Religion, entsprach seinen innersten Neigungen. -So brachte er in die Verwaltung unserer Hochschule neben den außerordentlichen Gaben seines Geistes und einer reichen Lebenserfahrung auch tiefes Verständnis für ihre Bedürfnisse mit Mit der Einweihung unseres eigenen Heims trat er in das Kuratorium ein, in der Epoche des Aufschwungs und der umfassenden Verwaltungstätigkeit ^jener Jahre arbeitete er mit der peinlichen Pflichttreue mit, die ihn in seiner gesamten Wirksamkeit auszeich- 4

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