Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1922
- Date
- 1922-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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— 12 — zahl. Infolge des Krieges senkte sie sich dann, das Jahr 1921. brachte aber wieder die Zahl von 40 eingeschriebenen Hörern Die Zahl der Hospitanten blieb anfangs nicht viel hinter dei der Hörer zurück, später änderte sich das Verhältnis zugunsten - der Hörer, 1893 waren es 7, 1907 : 17, 1913 : 23, 1921 : 45 Hospitanten. An den Vorlesungen Hermann Cohens haben zeitweise an 200 Personen teilgenommen. sup«wu«n £u aen V0I1 der Anstalt gebotenen wissenschaftlichen Anregungen gehören auch die „Montagsvorlesungen", sechs öffentliche Vorträge, die alljährlich in den Monaten Januar bis März stattfinden, deren Et trag dem Stipendienfonds der Anstalt zugute kommt. Schon früher wurde die Notwendigkeit der Einrichtung einer Stipendienkasso erkannt, die regelmässige Unterstützungen an bedürftige Studierende erteilt. Es sind ihr nicht allzu reichliche Mittel zugeflossen, ihr Vermögen hat den Betrag von M. 50 000 noch nicht erreicht, die Ausgaben beliefen sich 1921 auf rund M. 13 000.— Ausserdem verfügt die Hochschule über die Zinseu der David Herzog Freitisch-Stiftung, deren Vermögen vou der Jüdischen Gemeinde Berlin verwaltet wird. Bibliothek Es erübrigt sich noch über die Entwicklung der Bibliothek zu berichten. Ihren Grundstock bildete die Schenkung der Sammlungen M. A. Levy, Julius Fürst, Abraham Geiger. Bei den bescheidenen Mitteln der Anstalt erfuhr sie Jahrzehnte lang nur geringe Bereicherung durch Kauf, wohl aber eathielt sie stundig Bücher, Zeitschriften, auch ganze Brbliotheken zum Geschenk, sodass sie allmählich einen beträchtlichen Umfang annahm. Statt 11600 Bände vor 25 Jahren zahlt sie heute 35000. Zur Benutzung sind in erster Reihe Studierende der Hochschule, aber auch Aussenstehende zugelassen. Eino Zierde der Anstalt ist der geräumige, lichtdurchtlutete Lesesaal, der mit seiner reichhaltigen Handbibliothek eine vortreffliche Arbeitsgelegenheit bietet. Ein nach der Instruktion der Preussischen Staatsbibliotheken angelegter Zettelkatalog steht kurz vor dor Vollendung. ü«hrift«n Wie aile ähnlichen Anstalten hat die Hochschule anfangs ihren Berichten wissenschaftliche Abhandlungen der Dozenten beigegeben. 1907, bei Eröffnung des eigenen Heims,, wurde v eine zwanglose Folge von »Schriften der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums* begonnen. Bis 1914 sind in gleichmassigen Abständen 18 Hefte in 5 Bänden erschienen; dazu