Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1922
- Date
- 1922-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Das Vermögen betrug Ende 1584 M. 127 264.50 1897 M. 199 657.10 1907 M. 759 007.61 1921 M. 1 749 038.71 (die beiden letzten Ziffern einschliesslich des Wertes des eigenen Gebäudes). Als schwerer Misstand machte sich das Fehlen eines eigenen g»nm» Heims geltend. „Anfangs hat die Hochschule „An der Spandauer Brücke 8" eine für den Anfang zwar ausreichende, aber immerhin beengte Räumlichkeit innegehabtso heisst es im ersten Bericht, 1874, der gleichzeitig das Lob der neuen hellen und weiten Räume im Gebäude des Brüdervereins z. g. U., Unter den Linden 4 a, kündet. Allein es dauerte nicht lango> da erwies sich auch dieses Lokal als völlig unzulänglich. 1892 wurden von der Jüdischen Gemeinde Berlin im Gebäude der Synagoge Lindenstrasse Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. „Unser neues Iteim44, heisst es im Bericht von 1S92, „wird der Würde und dem Zwecke der Anstalt gleichmässig entsprechen", aber für die Dauer konnten, trotz alles Entgegenkomme» der Gemeinde, weder die Hörsäle noch die Bibliothek dort einen angemessenen Platz finden. Endlich gelang es 1904, mit Hilfe einer Schenkung des Rittergutsbesitzers Nathan Bernstein vom Magistrat in der Artiileriestr. 14 einen Bauplatz zu erwerben und aus dem Erlös beeonderer Sammlungen dort, wenige Minuten von der Universität, ein Gebäude zu errichten, das am 22. Oktober 1907 seiner Bestimmung übergeben wurde. Es enthält in vier Stockwerken ausreichende, helle, gut heizbare Räume für Verwaltung, Unterricht und Bibliothek1) und kann als der schönste und zweckmässigste Bau bezeichnet werden, der in "Europa einem ähnlichen Institut dient. Die Anstalt wurde jetzt erst bodenständig und von vielen Hemmungen befreit, die bis dahin ihre.Arbeiten erschwert hatten. Mit der Zunahme der Mittel trat eine Ausdehnung des mwum« Lehrbetriebs ein. Anfangs musste die Hochschule sich mit einem Lehrer im Hauptamt begnügen, während drei im Nebenamt wirkten. Erst 1894 wurde ein zweiter, 1902 ein dritter bauptamtr lieber Dozent berufen; gegenwäl tig besteht das Lehrerkollegium aus x) Eine Beschreibung enthält die S. 6 erwähnte Festschrift.