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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1919-01-01 · 1919 · page 28

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1919
Date
1919-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273619--1958-2275750
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nehmheit. dankbar, da-s neben dem Sohne Ludwig 1*!ii]i|»p.s'»ii!«( nehmt dem Sohne Abraham ("Jeigers nun derKnkel von Michael Sarhs seinen Nam«'n mit dem unserer Lehranstalt verband. Die, welche ihmnahestanden, wussten, wer er war: ein Mann, der alles, was er tat, ganz tun wollte, streng gegen sieh, von sich mehr verlangend als von anderen, ein Mann, dem alles ein Persönliches war, der in jede Pflicht etwas v«n seinen! Wesen hineinzutragen strebte, der zu jenen adligen Naturen gehören wollte, die etwas geben „durch das, was sie sind", ein Mann, der sein eigenes Antlitz halle und der auch seinem Hanse au der Seite der Lebensgefährte, der Lehensfreundin das eigene (iepriige gewährte. Wie viel hätte er unserer Lehrausialt bedeuten können! Die Erinnerung an ihn bleibt im» ein teures Vermächtnis. Kurz vor der Pforte dieses (Jedenktages ist nun auch L u d w i g (5 e ig o r von uns gegangen. Treue Dankbarkeit hat an seiner P>ähre ausgesprochen, was alle um ihn empfanden, die ihn gekannt. End um ihn zu keimen, musste man ihm nahe kommen, mussle man ihn so sehen, wie wir ihn in unserem Kreise hier hatten sehen dürfen. Ks ist eine trauerndle Fügung der Tage: als sich die Sturmeswolken der Kriegszeit zusammenballten, hat Ihr Hermann Veit. Simon das Tor der Ewigkeit sieh aufgetau; jetzt, wo die Friodcuszeit, wie in dunklerem <iewölkc noch, heraufzieht, ist er, <ler in Freundschaft und durch Verwandtschaft mit ihm so innig vorbanden war. von uns geschieden. Welch Reichtum an Persönlichkeiten war doch in allen diesen Männern unserer Lehranstalt geschenkt! Sie haben uns so vieles gegeben. Aber durch die Arbeit für uns haben sie gewiss auch ihrem Leben etwas gegeben. Etwas von dem Sinn ihrer Tage, eine Erfüllung des Idealismus haben sie gewiss darin gefunden. Wir gedenken ihrer. Wenn nun zu unseren Schülern, die der Krieg uns entrissen hat, der Gedanke hinzieht, dann will das Ich auch sprechen, fast wie der Vater vom Kinde, der Prüder vom Bruder spricht. Alfred Salbmon, wir, die ihn g«)kmut haben, sehen ihn vor uns?, das junge, zarte, tast mädchenhafte (iesie-ht, die verträumten Augen unter dem sehlichten blonden Haar. Wie vieles versprach er uns, in dem ruhigen Ernst seiner Arbeit, in der Pegabung seines Denkens und seines Empfindens. Wenige Wochen vor jenem 1. August hatte er seine erste Uebungspredigt

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