Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1914
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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— 9 — wir hoffen, daß es ihm gelingen wird, den ihm zuteil gewordenen Auftrag zur Ehre des Judentums zu erfüllen. Die Moses Mendelssohn-Toleranz-Stiftung ist seitdem zu M.-e> m.m».im.. weiterer Entfaltung ihrer Tätigkeit gelangt. Herr Geheimrat *"»imm« Cohen, der dem Wunsche des Komitees für die Moses Mendelssohn- Toleranz-Stiftung, an unserer Hochßchule philosophische Vorlesungen zu halten, in dankenswerter Weise nachgekommen ist, las in den beiden verflossenen Semestern ein Kolleg über systematische Philosophie und Religionsphilosophie und hielt ausserdem Uebungen über Maimonides ab, wozu in der zweiten Hälfte des letzten Semesters noch ein Seminar über die Psalmen hinzukam. Die Vorlesungen ebenso wie die Uebungen waren von grossem Erfolge. Eine aufmerksame Zuhörerschaft, bestehend nicht nur aus den Studierenden der Lehranstalt, sondern auch aus zahlreichen Damen und Herren der philosophisch interessierten Kreise der Hauptstadt, nahm an den Vorlesungen und Uebungen teil. War damit der Tendenz der Moses Mendelssohn-Toleranz- Stiftung, welche die Idee der Toleranz auf philosophischer Grundlage zu propagieren strebt, gedient, so vermochten wir in gleichem Sinne auch durch das Ausschreiben einer Preisarbeit zu wirken. Das Thema war: „ Der Toleranzgedanke in der deutschen Literatur zur Zeit Moses Mendelssohns". Die Beteiligung an der gestellten Aufgabe war eine ausserordentlich rege. Nicht weniger als 27 Arbeiten sind eingegangen. Preisrichter waren die Mitglieder unseres Kuratoriums Cohen und Geiger, sowie Geh. Justizrat Dr. Eugen Fuchs. Nach der am II. Januar iy 14 gefällten Entscheidung der Preisrichter wurde der erste Preis im Betrage von 2000 Mk. Herrn Dr. Alfred Wolflf, Berlin, und der zweite Preis in Höhe von 1000 Mk. Herrn Professor Dr. Horowitz, Charlottenburg, zuerkannt. Der Begründer der Stiftung, unser immerwährendes Ehrenmitglied Moritz Manheimer, nahm Veranlassung, den Betrag der Preise uns besonders zu überweisen. Wir sprechen ihm auch an dieser Stelle unseren Dank für diesen erneuten Beweis].seines Wohlwollens aus und wünschen dem verehrten Manne, dass es ihm noch lange vergönnt sei im Geiste Moses Mendelssohns für Menschenliebe und Toleranz zu wirken. Nachdem die Regulierung des Professor Dr. Gustav Salo-p...r.—r <„iM,v mon Oppejt'schen Nachlasses stattgefunden hat, haben die bis- 0l,,,ert'M,ft"ns