Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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— 12 — Aus den angeführten Beispielen und namentlich aus dem letzteren kann man sehen, wie wenig das Alter der literarischen Denkmäler einer Sprache für dio grössere- Ursprünglichkeit ihres inneren Sprachcharakters massgebend sein kann, um wie viel weniger, als doch die noch heute gesprochenen arabischen- Dialekte in vielen Fällen eino viel ursprünglichere,, primitivere Stufe des Bedeutungswandels aufweisen, als die ältesten semitischen Literatursprachen. Nun will ich Ihnen aber auch ein Beispiel dafür anführen, wie bedeutend das Assyr. fürdasllebr. ist, wenn es gilt, solche Wörter zu erklären, die aus späteren Epochen des Kulturlebens und des damit verbundenen Bedeutungswandels stammen. IL Chr. ,T2, 5 wird von den Befestigungswerken erzählt, welche Iliskia aufgeführt hat, um Jerusalem vor dem AngrilV Sanheribs zu schützen. Da heisst es: ..Und er baute Festungen, stellte die abgerissene Mauer wieder her, baute ausserhalb der Stadttürme eine Mauer1), ferner befestigte er die Festungsburg in der Stadt Davids und er machte noch viele c^ai nStf- Dieses rhv wird allgemein als Burggeschosso aufgefasst und e»j:b als Schilde. Mit rh'z* sollen also dio Trut'zwalfen gemeint sein, mit zs::2 die Schutzwaften. Als Anhaltspunkt dafür, dass rkw Burggeschosse bedeutet, nimmt man das arab. Wafl'cn an. rh& kann aber hier schwerlich Wallen bedeuten, weil ja nur von Bofestigungsworken die Bodo keine Lautverschiebung von tt* in statt. Vgl. z. Ii. Brautführer - J'strc und^la^ Hafer - pes» für Nordsyriach-Arabisch und sonst noefi viele Beispiele für Schriftarab. bei Fracnkel, Die aramäischen Fremdwörter im Arabischen p. XXI und s. v. V im aram. Index p. 320. Bemerkenswert ist, dass gerade die Terminologie der Tenne im Hebräischen auffallend mit der des Xordsyrisch-Arabischen übereinstimmt, vgl. z. B. cvu (auch U^-j^i) llalmenhaufen zum Dreschen; firn Jcs. 30,24 ^j^Jtj io-tjlt Worfschaufel und Worfgabel; .19^ Ruth S, 7 tJji ein gedroschener Haufen zum Worfeln; apS Ruth 2,2 N^UJLil dio Achrenleserin; jnra 2 S. 24, 22 -}äA Dreschschlitten u. a. m. ») Lies: nrnn navi ronnSi (oder rtbvsh) nvruan hy vy>\.