Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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tische Erforschung des Arabischen selbst zu Vergleichungs/.wecken mit dem Hebräischen ist. kann man «ms den hervorragenden Arbeiten jener Orientalisten unserer Zeit ersehen, die ebenso gediegene Kenntnisse im Hebräischen, wie auch eine umfassende Gelehrsamkeit in anderen semitischen Sprachen, namentlich im Arabischen besitzen. Kbenso deutlich geht es aus den. Sprachvergleichungen des Hebräischen mit dem Arabischen hervor, die die jüdisch-arabischen Gelehrten der andalusischen Epoche vorgenommen haben. Diese (Jelehrten waren den europäischen Sprachforschern gegenüber noch dadurch im Vorteil, dass sie nicht wie diese auf sprach vergleichende Kombinationen angewiesen waren, .sondern ihre »Sprachvergleichungen einem lebendigen Sprachgefühl entnehmen, und ihre Sprach- und Sachkenntnisse unmittelbar aus dem orientalischen Leben Hhöpfen konnten. So ist schon gar manches -Wort, das noch heute den Excgeten Schwierigkeiten bereitet, bereits von den jüdisch-arabischen Exegeten aufs Vortrefflichste aus dem Arabischen erklärt worden-und manche Er-, klärung, die in neuester Zeit gefunden worden ist, liegt schon seit vielen Jahrhunderten in ihren Werken vor. Die methodische und systematische Erforschung des Arabischen darf sich aber nicht bloss auf das sprachliche Material beschränken, welches in den sprachwissenschaftlichen Werken bezw. in den literarischen Erzeugnissen der Araber niedergelegt ist. Denn abgesehen davon, dass viele Wörter schon sehr früh aus dem Gebrauch der literarischen Sprache verschwunden sind (Beispiele hierfür linden sich in Süjütis Muzhir und in Kitäb albulga ed. Konst. 1878/9), so sind doch noch viele Idiotismen und Redensarten, die selbst in den umfassendsten arabischen sprachwissenschaftlichen Sammlungen keine Aufnahme gofunden haben, weil sie als Vulgarismen von den gelehrten arabischen Philologen kciner,Berücksichtigung gewürdigt worden sind. Solche Idiotismen und Redensarten haben sich aber nur noch in den verschiedenen arabischen JDialekten erhalten, die in Mesopotamien, Syrien, Central- und Südarabien, Aegypten und Marokko gesprochen werden. Alle diese Dialekte, namentlich die nordsyrischen und mesopotamischen Mundarten, haben noch uralte Elemente des arabischen Sprachgute3 in lebendigem Gebrauch erhalten, die ein helles Licht auf verdunkelte Ausdrücke der ältesten literarischen Erzeugnisse der