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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1906-01-01 · 1906 · page 7

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273593--1248-2275027
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nach seiner Meinung „samt und sonders im Arabischen nicht vertreten sind-; ebenso solcher Wörter, deren verwandte Stamme im Arabischen wohl vorhanden sind, aber eine Bedeutung aufweisen, die für dio betreffenden hebräischen Wörter nicht in Betracht kommen könne, weil sie engere bezw. abgeleitete Bedeutungen darstellen |p. 27 f.). Dass nun viele von denjenigen Wörtern, von denen Professur Delitzsch annahm, dass sio samt und sonders im Arabischen fehlten, tatsächlich in der arabischen Literatur vorhanden, und z. T, sehr geläufig sind, hat schon Professor. Nöldeke nachgewiesen (ZDMG. -10, 722 f.). Es liesse sich aber noch* im einzelneu nachweisen, dass sich auch manche derjenigen Wöiter, die Delitzsch nur aus dem Assyrischen erklären zu müssen glaubte, besser aus dem Arabischen erklären lassen. Dass nun Professor Delitzsch, so wie andere Sprachgelehrte, dieses nicht eingesehen haben, liegt daran, dass die Heranziehung des Arabischen nicht immer in einer philologisch richtigen Weise geschieht. Auch lassen die arabischen Hilfsmittel, auf welche die meiste» Gelehrten angewiesen sind, in philologischer Beziehung noch viel zu wünschen übrig, während die grossen nationalarabischen Wörterbücher nicht jedem leicht zugänglich sind. Dazu kommt noch, wie schon Delitzsch selbst sehr richtig bemerkt, da>s die national-arabischen Wörterbücher selbst noch einer gründliehen Durcharbeitung bedürfen. Es ist daher iu allen Fällen nötig, erst im Arabischen eine Klassifizierung der in den arabischen Wörterbüchern in grosser Menge gebotenen Wortstämmo nach Grundbedeutungen undBedeutungsübertragungea vorzuuohmen, bevor man das eine oder das andere Wort zur Erklärung eines biblischen Wortes heranzieht. Eine richtige Exegese darf sich nicht mk einer mechanischen Vergleichung der gleichlautenden Wurzel im Hebräischen und Arabischen begnügen, ebensowenig darf man sich bei etymologischen Studien auf die in europäischen Sprächen verfassten Wörterbücher allein verlassen, da sio doch nur einen ganz kleinen Teil von dem ungeheueren Sprachschatze enthalten, welchen die arabischen Philologen schon seit den ersten Jahrhunderten des Islams mit unermüdlichem Fleiss und erstaunlicher Gelehrsamkeit in ihren umfangreichen lexikalischen und encyklopädischen Werken niedergelegt haben. "~Wie notwendig und wie ergiebig erst eine methodische und systema-

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