Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Leistungen eines .(iesenius, Ewald, Fleischer, Wetzstein, Frau: Delitzsch u. a. m. Allein es gilt nicht nur an die Arbeiten dieser Vorgänge! anzuknüpfen und ihre Forschungen fortzusetzen, sondern auch i; noch viel prinzipiellerer Weise dio komparativo Methode ai; exegetischem Gebieto zur Geltung und Anwendung zu bringe;: Erstlich weil die vergleichende Methode auf unserem (Schien nicht immer in der richtigen Weise gehandliabt worden ist, m:< durch manchen Missbrauch und MissgriiV daher viellach in Mißkredit geraten; zweitens weil die streng philologische Meth«»<; gerade im letzten Viertel des verflossenen Jahrhunderts dmv'. das Emporkommen der religions- und kultgeschichtlicher Methode in den Hintergrund gedrängt wurde, und einer einseitigen und vielfach .auch leichtfertigen lumjeldural-Kritik, sowie einer Ueberschätznng der alten Versionen, namentlich oe: Septuaginta (LXX) Platz machen musste. Nun mehren sich wohl dir Anzeichen dafür, dass man dio Einseitigkeiten und Fehler diese: .Schule immer mehr und mehr zu fühlen und einzusehen beginnt. Aber dafür droht der biblischen Exegeso von eh.er anderen Seite eine neue Gefahr, nämlich von Seilen der Assyriologie. So haben wir denn ernstlich zu prüfen und zu erwägen, welche;. Gebrauch wir von den verschiedenen Hilfsmitteln- und Methode;: einer wissenschaftlichen Exegese zumachen haben. Wir haben zu prüfen und zu erwägen: erstens, welches unter den semitische;: Idiomen in erster IJeiho für das Studium des biblischen Sprachschatzes vergleichend heranzuziehen ist: zweitens, was aus de;*, semitischen Altertum, der allgemeinen semitischen Sittengeschichte und aus dem Milieu des semitischen Volkslebens zur Beleuchtung schwieriger biblischer Stellen dienen kann: unu drittens, inwiefern von den alten Versionen, vor allem der LXX, unü nötigenfalls von diplomatischer Textkritik ein Gobrauch zu machen sein wird. Fassen wir dio erste Frage ins Auge, so ist leicht ersichtlich, dass für uns hauptsächlich zwei semitische Idiome in Betracht kommen, das Arabische und das Assyrische. Mau sollte meinen, dass im Hinblick auf den grossen, fast unübersehbaren Reichtum des arabischen Wortschatzes, in welchem die Sprachgüter nicht bloss der arabischen Stämme allein, sondern