Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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— IV - schon früher veröffentlicht hatte (Jubelsehrift zum 70. Geburtstag des Dr. Israel Hildesheimer. Berlin 1890, hebr. Abt. S. 57—76), wurde mir die Auszeichnung zu Teil, den ehrenvollen Auftrug übernehmen zu dürfen. Es liegen dieser Ausgabe zwei Handschriften zu Grunde, von denen sich die eine, die ich selbst vergleichen konnte, in der hiesigen königl. Bibliothek befindet, während die andere, deren Abschrift icli Herrn Rabbiner Israel Levy in Paris verdanke, im Besitze der dortigen Staatsbibliothek ist. Ich habe beide Manuskripte bereits an anderer Stolle beschrieben (daselbst, deutsche Abt.. S. 122) und beschränke mich daher auf die Bemerkung, dass in den Varianten der Buchstabe B die Berliner Bands, (ms. or. i^u. 509), der Buchstabe P die Pariser Bands, (cod.579) bedeutet. Wo hinter einer Variante keines dieser Zeichen steht, kann sich die in den Text aufgenommene Losart auf keines der genannten Manuskripte stützen. Der Mischnatext, den P leider vermissen liisst, wurde bis zur 22. Mischna des vierten Kapitels, wo die Berliner Hands. abbricht, in der Pegel genau nach B abgedruckt, der Best nach einem ebenfalls der hiesigen kgl. Bibliothek gehörenden Manuskripte der hebräischen Uebersetzung von Samuel ibn Tibbon (cod. 567), das wir in den Varianten mit T bezeichnen. Gern hätte ich dem Originale eine doutscho Uebersetzung mit den nötigen Anmerkungen sowie ein Verzeichnis der zahlreichen Stellen, in denen die gedruckten Ausgaben der Tibbon'schen Uebertragung zu berichtigen sind, folgen lassen. Ein furchtbarer Schicksalsschlag, durch den die treuo Gefährtin einer siebzehnjährigen Ehe in der Blüte ihres glückausstrahlenden, verheissungsvollen Lebens von meiner Seite gerissen wurde, hat mich genötigt, die Verwirklichung dieser Absicht auf eine spätere Gelegenheit zu verschieben. Ich mag hier nicht von meinem Seelenzustand sprechen; doch sei es mir gestattet, die Worte herzusetzen, die einst Maimonides nach dem Tode seines Bruders an einen Freund geschrieben: „Ich kannte keine grössere Freude als seinen Anblick. „Nun ist alle Freude dahin, da er ins ewige Leben „einzog, mich betäubt und fassungslos im fremden Lande „zurücklassend. So oft ich seine Handschrift oder «ines