Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2273546-2273587--0974-2274750- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 144 — Perigäum rund 363800, im Apogäum 406 000 km und kann infolge der Störungen, welche die Mondbahn erleidet, einerseits auf rund 356 000 km sinken, andererseits auf 407 000 km anwachsen. Die Horizontalparallaxe unseres Satelliten schwankt daher zwischen 54' und 61' und beläuft sich im Mittel auf 57' 2" (Einl. S. 10 f.). Dieselbe ist in den Syzygien, in denen sich der Mittelpuukt des Epizykels in Erdeferne befindet, erheblich kleiner als in den Quadraturen, in denen die Evektion ihren höchsten Werth erreicht (s. S. 90—93). Steht daher der Mond zur Zeit der mittlem Konjunktion oder Opposition zugleich im Apogäum seines Epizykels, so ist seine Entfernung von der Erde am grössten und folglich seine Horizontalparallaxe am kleinsten; befindet er sich dagegen'während der beiden Viertel im Perigäum seines Epizykels, dessen Mittelpunkt ja zu dieser Zeit ebenfalls in Erdnähe ist, so ist das Verhältnis ein umgekehrtes. In Uebereinstimmung mit Ptolemäus giebt Albattani (Kap.39, ed. Nallino S. 116 Z. 11—18 des arab. Textes) folgende vier Grenzen (niQag, jo.) für die Horizontalparallaxe: 1. im Apogäum zur Zeit derSyzigien r: a= 18:64° 10'=0,01558 2. „ Perigäum „ „ „ „ r:a=l:53 50=0,01858 3. „ Apogäum „ „ „ Quadraturen r : a 1 : 43 53 0,02279 4. „ Perigäum Ä „ „ „ r:a=l : 33 33 =0,02981 Für unsern Zweck hätten wir demnach, da es sich um die Parallaxe des neuen Mondes handelt, den Mittelwerth zwischen den zwei ersten Grenzen der Rechnung zu Grunde zu legen und somit sin n 0,01708 oder n 58' 43" anzusetzen. Maimonides nimmt aber mehr als l°für7r, yermuthlich weil er auch hier wieder (vgl. S. 99 f. u. S. 129 Anm.) die Evektion für einen „doppelten Abstand" von 5° bis 63° berücksichtigt, indem er die Zeit in Betracht zieht, ctte zwischen der Konjunktion und dem ersten Erscheinen des Mondes verstreichen muss, und in welcher der Mittelpunkt des Epizykels sich wieder der Erde ein wenig genähert hat. Mit Sicherheit konnte ich den Werth nicht ermitteln, mit welchem der Verfasser die Horizontalparallaxe beziffert hat, da es mir trotz zahlloser Rechnungen, die ich zu diesem Zwecke ausführte, nicht gelungen ist, seine Angaben über die Grösse der Parallaxe in den einzelnen Zeichen