Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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- i3Ö - der ersten vier Kapitel (XII—XV) dieser Abhandlung bilden, sorgfältig auszuführen, um den wahren Ort der beiden Himmelskörper zu ermitteln. Ein kurzer Blick auf das Ergebnis wird dann zeigen^ ob man nun gemäss der im vorliegenden Abschnitt erfolgenden Anweisung noch weiter rechnen muss, oder sich-i mit dem bisher Erreichten begnügen kann. Geht nämlich die wahre Länge des Mondes nur genau 9* oder gar noch weniger über die der Sonne hinaus, so kann man sicher sein, dass der neue Mond noch nicht in ganz Palästina sichtbar sein wird; beträgt aber die Differenz mehr' als 24", so kann man wieder ohne weiteres überzeugt sein, dass man denselben, wenn nur das Wetter es gestattet, im . ganzen Laude Israels sehen wird1). wird liier (XVII 3) behauptet, «ler neue Mond körnte noch nicht gesehen werden, wenn die wahre Elongation genau 9o (nwa r.vSya jrtrn) zählt, ohne dass mit klaren Worten gesagt wird, wieviel Minuten der Ueberschuss betragen muss, wenn ir.an sich von einer weitern Rechnung Erfolg versprechen soll; vielmehr heisst es gleich darauf trotzdem: ••bt.o jw»nn "piKn nw cm 'i2i *»prv?i emS "pasr. mey ean nyi rnSya. Nehmen wir als unterste Grenze y<> 16*, so Hesse sich eine Uebereinstimmung beider Stellen herbeiführen,' ohne zu der etwas gewaltsamen, jedenfalls dem gewöhnlichen Sinne nicht entsprechenden Erklärung der Worte r.v?yn trana als Ordinalzahl "die Zuflucht nehmen zu müssen. Es könnten dort ^tatsächlich 5o, aber als Abrundung für 4o 30' gemeint sein, während hier wieder nvjira jcr.a als Abrundung für 90 15' steht (9» 15- — 5o 1' — lo 69' 2« 15';.2o 16' X 2 **« 30'). Damit gewinnen wir zugleich eine Erklärung dafür, dass Mnimonidcs am Anfang des 15. Kapitels die mittlere Elongation erst mit 2 multiplizieren lässt, um so den „doppelten Abstand" zu erhalten, obgleich er die daselbst zur Berichtigung der mittlem Anomalie dienenden Wcrthe ebensogut für Intervalle der einfachen Elongation hätte geben können. Die „doppelte Elongation" ist der mittlere Abstand des Mondes vom Apogäum seiner Bahn, ein Begrifft', der wohl zum Verständnis der, in Rede stehenden Rechnung erforderlich ist, bei Maimonides aber, der von einer Begründung absteht und auch mit keinem Worte andeutet, was es mit diesem „doppelten Abstände" für eine Bewandtnis hat, recht überflüssig erscheint Vermuthlich wählte er diese Bezeichnung nur, um durch die Verdoppelung der Zahlen die mit der Abrundung verknüpfte Ungenauigkeit auf ein geringes Maass zurückzuführen. Hätte er z. B. als unterste Grenze der mittlem Elongation statt 2o 15» rund 2 o angegeben, so könnte man darunter auch lo 30' verstehen, was entschieden zu niedrig gegriffen wäre; ebenso wäre 32o als obere Grenze an Stelle tou 31 o 3C viel zu ungenau, da jene Zahl auch aas 32« 29' abgerundet sein kann, was wiederum weit über'a Ziel hinausginge. ') Wenn Maimonidcs hier (§ 3) ausdrücklich erklärt: "puin) »S* CK inwa m>n ruon? cSij£ tocr *nb? u»tq jnn mno ut mca mSpo ywn ßwinn hir\v* pn Vaa rMn, wonach der Mond auch, dann für Palästina unsichtbar