Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 21.1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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— 131 — Aber auch innerhalb dieser Grenzen wird man zuweilen die weitere Rechnung vermeiden können, wenn man sich den Ort des Mondes genauer ansieht. Liegt derselbe in einem der aufsteigenden Zeichen (Einl. S. 7), also im ersten oder vierten Quadranten der Ekliptik, so wird die schmale Mondsichel schon bei einer 15° übersteigenden Elongation überall im heiligen Lande zu sehen sein: befindet sich dagegen unser Trabant in einem der uiedersteigenden Zeichen, also zwischen 90° u. 270° der Erdbahn, so wird er in Palästina selbst bei einer wahren Elongation von 10° noch unsichtbar sein. Im ersten und vierten Quadranten ist nämlich, wie aus unserer Tafel auf S. 121 ersichtlich ist, der Winkel (/?), unter welchem die untergehende Ekliptik den Horizont schneidet, grösser als die Neigung des Aequators zum Gesichtskreise (61u 22' > 58°, desgl. 67° 53', 73° 34', 77° 54', 80° .35,5/, 81° 30'); im zweiten und dritten dagegen ist die Höhe (ß) der untergehenden Ekliptik kleiner als die-Aequatorhöhe (48° 32' < 58°, desgl. 43° 21', 39° 23', 36°: 38', 35° 1,5', 34° 30'). Je grösser aber bei gleicher Depression der Neigungswinkel, desto kleiner die Elongation, wovon man sich aus nebenstehender Figur 14 leicht überzeugen kann, in welcher AD einen Bogen des westlichen Gesichtskreises darstellt, SC ein Stück des Aequators, SB und SD verschiedene Bogen der Erdbahn. Ist S der Ort der Sonne und SA senkrecht auf AD, so ist SA der Austrittsbogen sowohl für B als für C als auch für D. Da uun Winkel wäre, wenn die wahre Elongation genau 9 o misst, weiter unten aber (§ 21) den Satz aufstellt: j?rw epo tj nb';a mry cbv by mio n»mn r.trp rvnn cki run» 'kti w w r,\bya ytrn pemn -plan n»nM mtry j?n» by m» w mep, wonach bei einer Elongation von 9o der Mond unter Umständen doch noch gesehen werden kann, so löst sich Vielleicht auch dieser Widerspruch durch die feine Bemerkung, die Lcwy b. Chabib am Ende des Kapitels zur Hel>ung einer andern Schwierigkeit gemacht bat^ dass nämlich dort die Worte b»-\V* pn f»2 fehlen, die hier mit Nachdruck immer wiederkehren. Im ganzen Lande Israels kann allerdings bei einer sc geringes Elongation der Mond nicht beobachtet werden, wohl aber an einigen, ganz besondere günstig gelegenen Punkten, auf hohen Bergen oder an der Meeresküste; vgl. Kap. XViII §§ 2 u. 4., ,