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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1903-01-01 · 21.1903 · page 15

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
21.1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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…/2273546-2273587--0959-2274735
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- 129 - Bewegt sich aber die mittlere Elongation zwischen diesen Grenzen, so wird man sich schon der mühsamen Arbeit unterziehen müssen, all die verwickelten Rechmingen, die den Inhalt S. 96: s. auch S. 96). Diese Zahlen fussen offenbar auf den Grenzen, die hier (XVII) 3) für die wahre Elongation mit mehr als 9o auf der einen und mehr als 24 o auf der andern Seite aufgestellt sind. Es kaun nämlich in Folge der „Gleichung des Mittelpunktes", deren Höchstbetrag sich bei der Sonne auf lo 69' (s.S. 69u. 60), beim Monde auf 5o 8' (s. S. 100—102) belauft, der Fall eintreten, dass die mittlere Elongation um die Summe beider Werthe. also um 7o 7' gegen die wahre differiert. Liegt nun diese zwischen 9o und 24o, so ist es ausgeschlossen, dass jene hinter lo 63' zurückbleibt (9o-i-7o 7« - lo 53«) oder 31o 7« übersteigt (24o -4- 7o 7« 31© 7-). Demnach wäre 62 o 14' die obere Grenze für den „doppelten Abstand", die untere aber 3o 40', und es rouss daher befremden, dass diese von Maimpnides mit 5of also um lo 14' zu hoch beziffert wird. 'Obadja b. Dawid meint, nhya trano in dem zu Anfang angeführten Satze sei als Ordinalzahl aufzufassen, so dass der Spielraum, in welchem die zweifache Elongation sich bewegen kann, mit dem fünften Grade beginnt. Dem stimmt auch Lewi b. Chabib zu, der aber nunmehr an den 14 Minuten Anstoss nimmt, die ja selbst zu vollen vier Grad immer noch fehlen. Auffallend ist es ferner, dass Maimonides, nachdem er in demselben Satze erklärt hat, der „doppelte Abstand" könne nicht mehr als 62 o betragen, wenige Zeilen später (XV 3 g. E., S. 97) dennoch einen solchen von 63» berücksichtigt Den Schlüssel zur Lösung beider Schwierigkeiten finde ich in der bereits oben (S. 99 f.) ausgesprochenen V^rmuthung, dass in den Angaben des Verfassers über die „Gleichung des Mittelpunktes" bei der Mondbahn auch der Werth der Erektion für einen mittlem Betrag der zweifachen Elongation, nämlich für 30 o enthalten ist, wodurch das Maximum der Gleichung die Höhe von 6o 8' erreichte. Bei einem „doppelten Abstände" von 6o sinkt aber der Höchstbetrag derselben mit Einschluss der Evektion auf 6o 1», bei einem solchen von 62 o steigt er auf 6o 37', so dass sich, wenn die wahre Elongation einen Spielraum von 5o bis 24 o hat, die untere Grenze der mittlem auf volle 2o und die obere auf 31 o 36' beziffert (9o — 6o 1' — lo 69» 2o 0»; 24o -4- 6o 37- -flo 69» 31o 36»). Mithin liegt der „doppelte Abstand" zwischen 4o 0» und 63o 12'. Nun heisst es aber hier (XVII 3), dass der neue Mond nicht gesehen werden kann, wenn die wahre Elongation genau 9o (mtra rvfrja jnwi) zählt; andererseits wird wiederholt betont (XIII 8, XV 8, XVI 17; S. 61, 104, 116), dass bei jeder Anomalie — und um eine solche handelt es sich auch beim doppelten Abstände — 30 Minuten als voller Grad zu rechnen und weniger nicht zu beachten sind, weshalb wir wohl auch an der besprochenen Stelle nirgends einer Minutenzahl begegnen; es heisst dort (XV 3): misst der doppelte Abstand 6o bis llo . . . . 12o — 18© . . . . l9o — 24o u. s. w., was ohne Zweifel 6o 30' bis llo 29« ... . llo 30» bis 18o 29, ... . 18o 30' bis 24o 29. etc. bedeutet (vgl. die Berechnung auf S. 94 f.), da es sonst 6o bis 11© ... llo bis 18© ... 18o bis 24o u. s. w. lauten müsste. Andererseits

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