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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1902-01-01 · 20.1902 · page 23

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
20.1902
Date
1902-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273585--0892-2274667
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— 84 — zumal er dem jüdischen Kalender, den er auf eine uralte Ueberlieferung zurückfährt, die höchste Autorität zuerkennt (vgl. Hil. Kiddusch haehodesch V 2). Da er sich in Bezug auf die tägliche Bewegung der Sonne weder nach Ptolemäus richtete, der die Länge des tropischen Jahres zu hoch anschlug, noch nach Albattaui, der sie wieder zu niedrig bemass, sondern in der richtigen Erkenntnis, dass dasselbe 365* 51» 48111 49,38» zählt (s. S. 40), 24T 0° 59' 8,33" ansetzte, so musste er freilich entweder hinsichtlich des tropischen oder hinsichtlich des synodischen Monats zu einem andern Resultate kommen als jeder dieser beiden Astronomen; er hätte aber nicht grade den "Werth verwerfen müssen, in welchem beide übereinstimmen, sondern besser daran gethan, sich diesen ebenfalls zu eigen zu machen, und in Bezug auf die tropische Bewegung, statt sich Albattani anzuschliessen, lieber seiueu eigenen Weg zu verfolgen, er wäre so zu folgendem Ergebnis gelangt: 24 E 12° 26,688972 24 T 0 59 8,330000 34 t 13 10 35,01S972 . Ist nun die mittlere Bewegung, die tropische (t) wie die anomalistische (a) bekannt, so kann man, wenn der mittlere Ort des Mondes für irgend einen Zeitpunkt (Z) feststeht, denselben auch für jeden andern, sowohl spätem als frühern sehr leicht berechnen. Bezeichnet n die Anzahl der zwischen der Epoche und dem gegebenen Zeitpunkt verflossenen Tage oder Stunden, so ist, wenn der Ort des epizyklischeu Mittelpunktes (x) ermittelt werden soll, x — Z + n t, bezw. - Z — n t, und wenn der Ort des Mondes am Epizykel (y) gesucht wird, y — Z + n a, bezw. Z—na. Etwas umständlicher wird die Rechnung, wenn der gegebene Zeitpunkt in einer bestimmten Tages- oder Nachtzeit liegt, z. B. der Ort gefunden werden soll, den der Mond an einem gewissen Tage etwa 20 Minuten nach Sonnenuntergang erreichen wird, in welchem Falle mau zunächst den Augenblick ermitteln muss, in welchem die Sonne au dem bezeichneten Tage und unter der bezeichneten geographischen Breite am Horizonte verschwindet. Es geschieht dies, wie wir" im ersten Abschnitt (S. 54) gezeigt haben, mittels der Formel sin b tng d tng r/, in welcher (f die Polhöhe bedeutet und d die Deklination der Sonne, die man wieder aus der Länge derselben mittels der in

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