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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1902-01-01 · 20.1902 · page 17

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
20.1902
Date
1902-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273585--0886-2274661
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— 78 — Tnge treten, iu den Aequinoktieu wie iu deu Solstitien, in deo Knoten wie in der gröbsten nördlichen oder südlichen Abweichung. Nim galt es den Ursachen dieser Ungleichheit auf die Spur zu kommen und das Gesetz derselben zu ergründen, ohne dessen Kenntnis eine Berechnung des Mondes schlechterdings unmöglich war. Man forschte zunächst nach der Grösse des Zeitraums, innerhalb dessen alle die beobachteten Ungleichheiten sich immer wieder ausgleichen, um auf diese Weise die mittlere Dauer des tropischen Monats zu bestimmen und dadurch eine feste Grundlage zu gewinnen, auf der man weiter baueu konnte. Durch Vergleichung der Ergebnisse aus eiuer grössern Zahl vou Mondfinsternissen landen die Alten, dass in ßöSö'/s Tagen, in denen die Sonne 18mal ihre Bahn durchmisst und ausserdem noch 102/3" zurückgelegt, 223 synodische, 230 anomalistische, 241 tropische und 242 Drachenmouate1) sich nahezu vollenden. Sie nannten diesen Zeitraum eiue Periode, weil er der kürzeste ist, der die Wiederkehr aller Ungleichheiten der Bewegung in derselben Reihenfolge mit ziemlicher Genauigkeit herbeiführt (huXuiav dl. To? ftiovov lovtov tisqiodtxov ug JtQbicov tig piai' unoxuiitarceati' uyovict syyufta tag 6ta<fOQ(tg löiv xivtjawv). Um eine Bruchzahl zu vermeiden, verdreifachten sie (alle diese Zahlen und erhielten so deu von ihnen Exeligmus (tSthypog - EutWickelung, Evolution) genannten Zeitraum von 19756 Tagen, in welchem 669 synodische, 717 anomalistische, 723 tropische und 726 Drachenmouate enthalten sind, die Sonne aber nach 54 vollen Umlaufen noch 32° zurücklegt. Hipparch aber bewies durch Berechnungen, die er auf Grund eigener Beobachtungen und der Aufzeichnungen der alten Chaldäer ausgeführt hatte, dass diese Zahlen nicht genau sind. Nach ihm umfasst der Zeitraum, in welchem der Kreislauf der Finsternisse in Bezug auf die gleichen Monate und die gleichen Bewegungen sich vollzieht (6 ixXstitttxdg xqovog Iv taoig firtai xca *V tooig xif^fiaaiv dvaxvxhTtcet^ mindestens 126007 Tage und 1 Aequiuoktialstunde2); derselbe vereinigt iu sich 4267 syuodischc und 4573 anomalistische Monate, wahrend zu 4612 siderischen Monaten und 345 ebensolchen Jahren >) Siehe Einleitung S. 24. 3) Im Gegensatz zur liiirgerhYlicii Stunde, welche den zwölfte» Theil der jeweiligen Tageslänge betrug und daher von ungleicher Dauer, im Winter

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