Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 20.1902
- Date
- 1902-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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- 72 - x e, wenn A 180°, x — e, wenn A 0. In den Oktanten verschwindet also die Evektion an den Endpunkten der kleinen Axe, während sie in den Apsiden ihren grössten Werth hat; solange sich der Mond in derjenigen Hälfte seiner Bahn bewegt, in deren Mitte das Perigäum liegt, ist der Betrag der Störung im ersten und dritten Oktanten zu addieren, in den beiden übrigen abzuziehen; bewegt er sich jedoch in der andern Hälfte seiner Bahn, ist der Werth der Evektion im zweiten und vierten Oktauteu hinzuzufügen und in den beiden übrigen zu subtrahieren. Was endlich die Periode dieser Störung betrifft, so lässt sich dieselbe ebenfalls aus dieser Formel leicht ableiten. Die tägliche Bewegung der Elongation beträgt, wie weiter unten (S. SOff.) gezeigt werden soll, 12° 11'26, 7% die der Anomalie, wie ebendaselbst ersichtlich, 13 0 3' 53,03", mithin 2 E — A (24° 22' 53, 4' — 13° 3 53, 94") 110 19' 679 . Dividiert man die 360° oder 21600des Kreises durch 679, so erhält man 31,8. Die Periode der Evektion umfosst mithin einen Zeitraum von 31,8 Tagen. Wie die Bahn des Mondes um die Erde, ist. auch die der Erde um die Sonne eine Ellipse; folglich ändert sich auch die Entfernung zwischen diesen beiden Körpern fortwährend im Laufe eines Jahres. Jeder Wechsel der, Entfernung hat aber auch eine Aenderung in der Stärke der von der Sonne auf Erde und Mond geübten Anziehung im Gefolge. Daraus ergiebt sich eine neue Störung, die man die jährliche Gleichung nennt, weil ihre Periode sich auf ein anomal istisches Jahr (S. 49) erstreckt. Ihr höchster Werth beläuft sich auf ruud 11', um welchen Betrag der Moud zu Anfang des Frühlings im Rückstände, zu Beginn des Herbstes aber seinem mittlem Orte voraus ist. Wir haben hier aus der grossen Zahl der Mondstörungen nur die bedeutendsten angeführt. Aber auch diese entgingen der Aufmerksamkeit der alten Astrouomen, welche den Mond nur mit Rücksicht auf die Finsternisse, also lediglich um die Zeit der Syzygieu beobachtet zu haben scheinen. Sie kannten daher mir die aus der elliptischen Form der Bahn sich ergebende Ungleichheit, zu deren Erklärung die Hypothese des exzentrischen Kreises (Eiul. S. 25) genügte. Ptolemäus war der Erste, der deu Lauf des Mondes auch iu anderen Phasen verfolgte und dadurch die Evektion uud eine der Variatiou ähnliche Erscheinung cutdeckte. Da er zur Erklärung dieser beiden Störungen des