Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 20.1902
- Date
- 1902-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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— 71 Perigäum nur 363800 km in runder Zahl betrügt, beläuft sich dieselbe im Apogäuni auf rund 406000 km. Innerhalb dieser Grenzen ändert sich der Abstand des Mondes von der Erde in jedem Augenblicke, und da die Entfernung zu den Faktoren gehört, durch welche der störende Einfluss der von der Sonne ausgehenden Anziehung wesentlich bestimmt wird, so wird man bei der Bewerthung desselben nicht allein auf die Elougation zu achten haben, sondern auch die jeweilige Anomalie oder den Winkel, unter welchem die vom Perigäum und dem mittlem Orte des Mondes nach dem Zentrum der Bahn gerichteten Graden sich schneiden, in Kechnuug ziehen müssen. Diese aus der elliptischen Form der Mondbahn sich ergebende Störung ist unter dem Namen der Erektion bekannt. Die Bezeichnung , stammt aus neuerer Zeit, die Ungleichheit selbst wurde aber schon von Ptolemäus beobachtet, wenn auch nicht richtig erkannt. Ihr grösster Werth beträgt 1,27°. Wenn mau diese Zahl mit e, die mittlere Anomalie mit A und die mittlere Elougation wiederum mitE bezeichnet, so lautet die Formel für die Berechnung derEvektion: x^e sin (2 E — A). In den Syzygien, wo 2 E 0, ist x — — e sin A, also negativ, wenn A < 180°, positiv dagegen, wenn A > 180°, ferner x 0, weuu A 0 oder 180°, x=e, wenn A=270°, x=- —e, wenn A 90°; in den Quadraturen, wo 2E=180°, ist x positiv, weunA< 180°, dagegen negativ, wenn A > 180°, ferner x 0, wenn A 0 oder 180°, x e, wenn A 90°, x =±"— e, wenn A 270°. Mit anderen Worten: Befindet sich unser Trabant auf dem Wege von der Erdnähe zur Erdferne, so ist der Betrag der Evektion im Vollmond wie im Neumond abzuziehen, im ersten und im letzten yiertel aber hinzuzufügen; umgekehrt ist derselbe in den Quadraturen abzuziehen, in den Syzygien aber zu addieren, solange sich der Mond in der andern Hälfte seiner Bahn bewegt; in den Apsiden ist weder hier noch dort eine Evektion vorhanden, in den Endpunkten der kleinen Axe dagegen erreicht sie hier wie dort ihren grössteu Werth. Im ersten und dritten Oktanten, wo 2 E 90 °, ist x positiv, wenn A < 90° oder > 270°, negativ dagegen, wenn A > 90c und < 270°, ferner x 0, wenn A 90° oder 270 °, x - e, wenn A =- 0, x ^- — e, wenn A 180°; im zweiten und vierten Oktanten, wo 2E -2700, ist x positiv, wenn A > 90° und < 270°, negativ dagegcu, wenu A < 90° oder > 270°, ferner x 0, wenn A 90°oder -= 270%