Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 19.1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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- 13 - Jose aus Casarea1) zur Bildung von Proömien, einfachen wie zusammengesetzten, verwendet haben? Warum soll von den anonymen Proömien, die mit rna eingeleitet werden2), „ein grosser Teil der Redaktion augehören"3) und nicht von den Predigern herrühren, deren Predigten der Redaktor aufgenommen hat? Und nun gar die Behauptung, dass die abgerissenen Proömien, die nur infolge der Textverderbuis unserer Ausgaben keinen Trausitus und Perikopentcxt am Schlüsse haben, als eine besondere Gattung von Proömien, „als Formen der einfachen Peticha angesehen werden" müssen*Y. Durch alle diese unbegründeten Aufstellungen wird die genaue Bestimmung des Proomiums zur baren Unmöglichkeit, deun die Formlosigkeit < kann doch nicht zur homiletischen Regel erhoben werden. Lern er ist überhaupt in seiner Beurteilung der Anlage des Bereschith Rahba trotz des Zun//sehen Kanons, dass die filteren Midraschim Sammlungen wirklich gehaltener, wenn auch unvollständig erhaltener Predigten sind, durchaus nicht von homiletischen Gesichtspunkten ausgegangen. Für ihn ist Gen. r. ein „Commentar zur Genesis"; darum verkennt er es auch, dass die Perikopen-Auslegung, die ihn durch ihre ') A. a. O. S. 204. £) Es ist übrigens ein offenbarer Irrtum, wenn L. (a. a. 0. .Q. 173) meint, dass Kap. 70 von der allgemeinen Kegel, dass mit anonyme Proömien eingeleitet werden, eine Ausnahme macht, weil daselbst »zwei aufeinander folgende Proömien mit a»ro . . . n ick beginnen". Das sind gar keine Proömien, sondern zwei Schriftbeweise inmitten des einzigen Proomiums dieses Kapitels über den ProOmialtext Ps. 661«. Zu der vorher ausgesprochenen Ansicht, dass bei jedem .«pätern Gelübde an Jacob erinnert werde, weil er zuerst das Gelübde eingeführt, bringen nämlich R. Abbahu und R. Huna je einen Schriftbeweis, den sie mit der Formel =T3 anführen, weil 2V3 ebenso wie das breitere -tot *nn mn auch als gewöhnliche Belegformel dient. Hierauf bemerkt R. Jehuda, dass er einen noch bessern Beweis habe aus Num. 21a wo u»ir» w und nicht L*ntr' mn steht, um anzudeuten, dass nicht das Volk Israel sondern nao gemeint ist (vgl 3va z. St) Damit ist der transitus gegeben für den Schluss ra apy» w» n*nn, der aber wie so häufig vom Abschreiber weggelassen wurde. Vgl. weiter unten S. 22. ») Ebenso auch Theodor, Zur Komposition der agadischen Homilien, Monatsschrift etc. 1879 S. 164; *) A. a. 0. S. 171. i