Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 19.1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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- 4 — deutsamen Studien Salomen Buber's erschienen sind. Früher folgten wir alle der Auflassung Zunzen's, wonach gerade jene Midraschim, in denen die Jelamdeuu-Formel sich vorfindet, drirch Stil und sonstige Eigentümlichkeiten als jung gekennzeichnet wurden, so dass auch diese Formel für ein Kriterium der Jugeud gehalten werden musste. Jetzt ist durch die Forschungen über die Midraschim, die Buber in der Einleitung zu dem von ihm aufgefundenen Tanchuma der Alten, angestellt hat, eine ganze Umwälzung in dieser unserer Auffassung eiugetreteu. Der Tanchuma Bubers ist zwar auch als Sammlung wahrscheinlich eines der ältesten unserer midraschischeu Werke, und ist er auch besonders in dem Teile zu Numeri und Deuterouomium nicht unversehrt auf uns gekommen, und zeigen sich auch in seinen anderen t Teilen unzweifelhafte Spuren von Verschlimmbesserungeu nach modernen Gesichtspunkten, in denen eben Zunz Merkmale der Jugend erkauut hat1): in seinem Stoffe erweist er sich jedenfalls als uralt, da in ihm die Beantwortung der halachischen Fragen nur auf die' Misch na und Tosephta, nicht aber auf die Gemara zurückgeht2); und wie er seinerseits aite verloren gegangene Sammlungen benutzt hat, so ist er selbst wieder zur Quelle geworden für die meisten grösseren Midraschwerke, die auf uns gekommen sind, und die Jelamdeuu-Formel der Einleitung stammt daher, auch wenn sie in der jüngsteu Sammlung auftaucht, aus der Quelle, die bis in die ältesten Zeiten hinaufreicht. Diese Quelle wird auf R. Tanchuma b. Abba, einen der hervorragendsten Prediger des IV. Jahrhunderts zurückgeführt, dessen Predigten mit denen anderer Prediger von späteren Redactoren zu einer Sammlung vereinigt wurden, der sie seinen Namen als den des bedeutendsten Predigers beilegten3). *) Vgl. übrigens G. V.2 S. 326 a, wo einige «Haser Aufstellungen nach dem Handexemplar Zunzens berichtigt sind. 2) Siehe Buber a. a. O. Einleitung S. 11. 5) Bub er a. a. 0. Einleitung S. 3: mcan n»n »6 inxya novun »am -i »aw icpi .vbxi m« »fca ennu iwn w Bn«S» v*.edi wwn wap i»m« nwn ißcn mpa ,n"u» »Va» warm wn n»n xovun.