Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 88)
- Language
- German
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— 89 — Heber den bekannten Bericht Ibn Dawud's über die Karaer in Castilien1) will ich nur bemerken, dass ihm Jeschu'a als der wirkungsvollste karäische Autor gilt. Der Pcntateuchkommentar Jeschu'as, gegen den Ibn Dawüd ein besonderes Werk geschrieben hat2), scheint nicht mit dem Beresith rabba identisch zu sein3), wohl aber ist anzunehmen, dass die Ansichten, welche von I. D. als „grosse Gräueltt bezeichnet werden, im Wesentlichen dieselben sein werden, die oben dargestellt worden sind4). Esr ist sehr wohl *) Neubauer, Med. Jew. Chron. I 79.81 s. darüber Pinsker, a. a. O. 220. Fürst a. a. O. S. 194f. Grätz VI 94. Gottlober, 'unpn twfrsb mi?a S. 152. 2) Ebenda, S. 81. cn:i n»:m ep>a :p»n *>zo iznv in« cna ksss nrxsi znbt bin »b rxs nbnnv nr Jims1?» i=x -yvbH *hcth jp; ns-y -isr^a nSya ^eSa •ui vijn iviom ir.ftas by nn^a nSvu r-wyin c«.-£k by \z nan rwma ma Saa. 3) Das Buch Beresith rabba beginnt nicht mit den Worten cx'ra b\* 'a Wohl aber wird diese Erklärung später erwähnt. Bl. 79b heisst es: isioi cj? "ia>oi »in ca bibin v^;"3 avr« pn »a ';ca cnpa iraS pim »r.ni ny n'trioa n:yoi }ic«in mm ]ifftnn «nan vik ia«5i anp Kim »nn la vsti «na r.'rtn any aj? -.an:! anp nn 'K nya etyn rxna^ mpn» Tten nana »a l»inn la psvl Vgl. auch Ibn Ezra zu Gen. 1, 1. 4) Den von Ibn Däwüd hier erwähnten Abo. al-Farag mit dem Xamensgenossen Jeschu'as Abü al-Farag Härün (s. über ihn REJ 30, S. 232. 33.24.197) zu identificiren, ist kein Grund vorhanden. Vor Allem würden wir bei Ibn Ezra, dem Landsmann I. D.s Spuren des Penlateuch-Commentars von Abü al-Farag Härün finden, denn nach dem Berichte Ibn Däwüds muss eben dieser Coinm. in Castilien einen tiefen Eindruck gemacht haben. Dann aber halte ich es für wahrscheinlich, dass der Abü al-Farag bei Moses b. Ezra Bl. 128 b der Oxforder HS. Jeschu'a ist Die Angaben, die sich auf den Verfasser des Mustaniil beziehen (REJ. 255) scheinen mir höchst verdächtig. Ein Ibn Ezra will die Karäer nur deshalb nicht zu Tode verurtbcilen, weil r.irsj »;n j»k mn ]cu und nun soll Moses Ihn Ezra von einem Karäer mit den Worten sprechen: f?K r/n Hipbx 'DTpcSx jnr. iizbvt las *f?b& »b cSam od. b*bi bii Si'KC. Das ist doch seltsam. Dazu kommt noch, dass in der Oxforder Hs. des KitSb al-mubSdara r.*m über der Linie geschrieben steht und wahrscheinlich durch einen Karäer hinzugefügt wurde. Wenn man noch binzunimmt, dass Jehuda b. Bala'am und Ahr. b. Ezra den Namen des Verf. vom Mustamil nicht kennen, so nräss doch die Wissenschaft Moses b. Ezra's mit seinem Enthusiasmus für den Karäer höchst auffallend ersebeiuen. Aus diesen Gründen halte ich die Authentie der von Bacher witgetheilten Varr. keineswegs für gesichert, vielmehr ist es sehr wohl möglich, dass jene Bezeichnungen, so wie die Eulogie von einem karäischen Abschreiber in den Text hineingeschmuggelt worden sind. Daraus würde aber noch nicht folgen, dass die Angabe, Abu al-Farag Harun sei der Verf. des Mustamil, falsch sei. Der Karäer kann aus eigener Kenntniss der Thatsachen sehr gut das Richtige hinzugefügt haben. REJ. 33, S. 216 Z. 7 ist für »onpa^n — »aipaVK zu lesen. Mit diesen Bemerkungen.