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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 86

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 86)
Language
German
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— 87 — nossen, Bachja b. Pakuda kam noch die asketische Literatar der Muslimen hinzu *). Der Kaläm hat hier keinen hervorragenden Vertreter gehabt, Juden und Muslime standen ihm aus denselben Gründen feindselig gegenüber2). Das ist auch nach dem Bekanntwerden der Schriften Josef al-Bagirs und Jcschu'a b. Jchuda's in Spanien unter den Rabbanitcn nicht anders geworden. Abraham b. Kzra*) kannte sehr wohl die Schriften Jeschu'as, und ebenso wie Josef Ihn Zaddik auch die Werke Josef al-Basirs*), aber durch diese Quellen des Kaläms scheinen sio nur gegen denselben eingenommen worden zu sein. Wenn aber diese mu'tazilitischcn Schriften unter den Rabarab. lieberes, aus dem Griechischen, S. 20. 105). Ausser den Pseudo-Empödokleischen Fragmenten (Kaufmann, Studien über Salomon Ilm Gabirol, S. 21. 24) fiudet sieb noch vor lim Gabirol die Lehre vom Urwillen bei Abu Tälib al-Mekki, Kftt al-kulub, der ihn mit dem „Throne Gottes* identificirt (ZDMG LH S. 521 A. 5, vgl. Kaufmann, ebenda, S. 53). Wir wissen auch durch Ihn Jlazm, dass IsmsVil b. 'Abdallah, der zur Schule des lün Mejsara gehört hat, gelehrt haben soll, dass der „Thron Gottes der Leiter der Welt und dass Gott selbst zu erhaben sei, als dass ihm irgend eine Thiitigkeit zugeschrieben werden könnte". Die Stelle, weiche die ausführlichsten Angaben Ober Ihn Mejsara (od Masarra) und seine Anhänger enthält, habe ich KJL. S. 35ff. mitgetheilt. Um Bazms Angaben verdienen um so mehr Berücksichtigung, weil er ein Zeitgenosse und Landsmann Um Gabirol* war und wir ihm auch sonstige Daten verdanken, welche für das Vcrständniss Ihn Gabirols in eulturbistorischer Beziehung von Wichtigkeit sind. Ucber Ihn Masarra vgl noch Kaufmann, a. a. 0. S. 10f. Nach Ihn Gabirol begegnen wir ebenfalls bei islamischen Philosophen und Theologen der Lehre vom „Urwillen" und es ist in manchen Fällen sicher, dass die von ihnen erwähnte Ansicht nicht von Iba Gabirol stammt. So z. B. finden wir sie erwähnt bei Ihn Sabin (Zscbr. f. hebr. lübliogr. 1127 Z. 6 v. u ), im Commentar des Abd al-Razzäk al-Kaiani zum Buche Fusü? al-b»kam, ed. Kairo 1309 S. 4. Iba al-Kejjim al-Gauzija sagt in seiner Xüuijja, cod. Wetzstein 11,425 in der Darstellung der Ansichten über das Gotteswort Bl. 20. v»aS>i5^ Sjy3 ' o^'^ '2~jÄ itfft&A?. xib qa^äJ' «0^t5 vJJJL^i äu^" »iülJ -p> sd*> UPLv>i <0Ux*> IzJ «0^i o-JI.Jä« v-A-i,^ «XslöV Als die Vortreter dieser Ansicht nennt er die Galan»ja. ») S. KJL. S.25. — ■*) Ebenda,. S. 42. •) Geiger, Melo chofuajim, .S. 76.. Harkavy, ZATW. I, 158. *) Wenn wir die Echtheit des KJL. S. 37 behandelten Scbriftcbens annehmen. Ueber Jos. b. Zaddik, s. ebenda S. 27.

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