Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 18.1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2273546-2273581--0756-2274529- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 85 — sammenhängen, widmet dieser auch zweien hermeneutischen Fragen mehrere Abschnitte seiner Einleitung. Die erste bezieht sich auf den eigentlichen und metaphorischen Sinn (jLsvJlj Xä.Jbsüi) der Worte1). Jeschu'a führt aus, dass das Wort und seine Bedeutung nur in Folge der Absicht des Sprechenden miteinander im Zusammenhange stehen, es sei daher möglich, dass der Sprechende nicht mehr diesen Zusammenhang erhalten wissen will. Wenn nun ein Wort in dem Sinne gebraucht wird, den es zur Zeit der Sprachschöpfung erhalten hat, so wird es im eigentlichen Sinne gebraucht3), wird hiervon abgewichen, so tritt der metaphorischo Sprachgebrauch ein. Diese Begriffsbestimmung veranlasst dann Jeschu'a seine Anschauung, dass der Satz im Zusammenhang des Inhaltes desselben entsprechen muss, gegen mehrere Einwürfe zu vertheidigen. Dann folgen Bemerkungen über die metaphorische Redeweise, von denen wir hervorheben, dass bei einer solchen der Schluss nach Analogie nicht zulässig sei und dass man, so lange es möglich sei, sich an den einfachen Sinn der Schrift halten solle4). ') Anh. S. XX-XXIIL. üeber jLs^Jjj l\iuib=Üt s. Al-Snjuti, Almuzhir fi 'ulum al-luga I 169. Itkan, II 37 f. Ihn Hagga al-IIamawi S. 436. Zur Gesch. d. A.s'aritcnthmns, S. 99 A. 3. -) Anh. S. XVII -,ms mm nana nrA er rr» udm »2 iax« ir« nm d»Vö3 v*m jna nwr »nnra. Die Ansicht ist die der alten Innime, s. ZDMG LH S. 530. Goldziher, die Zahiriten S. 144. 3) Anh S. XX nn nie ppnn ci'p nnsi ppnn n^nm Vectra o nio toi n: Hin »3 na« 2«n». lluzhir, ebenda, sagt Ibn Ginnt: ^3 yst U jüuä^Üt XiUl ^J> sx^ J^ot ^I^jüCwX Zum Verständuiss des Folgenden muss ich zu den folgenden Ausdrücken das arab. Aequivaleut angeben: b»jvs S'jno «w: vXJw «X^'.mjn: ^*.i> in grammatischem Sinne; aSn p*u?p: o?jsJi Xi^lft* od. (^«^-1 JÜjUm; naaen:. oLlJ od. Xsl*??; ncyo: nw «J^o. 12 v. n. heisst es: naasna w nrn bn r,r;«an naaena o»pnn manm rta ncryan •raya mann» csen f>« ern Mafätib. I 18. oJ^y^<^\ oiäil UiJLfc ^1*5*3! 3 vJp^jj vJotäii 0! Abühvalid, Kitäb aUuma\ S. 23 Z. 25ff. Zu den folgenden Ausführungen Jeschu'as vgl. Muzhir I 174 unten. 4) Vgl. hierzu Bacher, Aus der Schrifterklärung des Abulwalld Merwftn b. GanSh, S. 31. 42. 44