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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 80

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 80)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273581--0752-2274525
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— 81 — raeint Jeschu'a, dass es wohl genügen würde, wen» er sich nur auf den Ursprung des religionsgesetzlichen Sprachgebrauchs beschränken würde, aber da doch seine Abhandlung sich sowohl auf die Vernunft, als auf die Offenbarung stützt, daher will er den Sprachgebrauch überhaupt untersuchen. jSun folgen Bemerkungen darüber, dass die Sprache nur ein Produkt des Menschen als eines gesellschaftlichen Wesens sein kann, und dass das Sprechen durch Laute die leichicsfc Art der Verständigung der Menschen unter einander darstellt. Seine Darlegungen solle» sich auf 7 Punkte erstrecken: 1. dass die Sprache etwas ist, was in den Bereich unserer Macht fällt; 2. dass es etwas giebt, was uns zu ihrer Schöpfung veranlasst; 3. dass die Art, wie diese stattgefunden hat und befestigt worden ist, eine richtige war; 4. „dass der Zusammenhang in welchem die Rede mit dem steht, womit es zusammenhängt, ein Attribut seines Urhebers ist"1); 5. dass beim Beginn der Sprachschöpfung die Geberde es war. welche die Verständigung ermöglicht hat; 6. dass die Sprachschöpfung von Vernunftwegea als sittlich gut zu betrachten sei; 7. dass die Sprache zur Mittheilung der Absicht geeignet sei. Diese dürre Aufzählung der Thesen Jesehu'as fuhrt uns in eine der merkwürdigsten Zeiten islamischer Keligionsgcschichtc, denn sie waren ohne Zweifel der Schlachtruf derjenigen, welche eine sclbstgewisse und selbstherrliche Weltanschauung gegenüber dem Fatalismus und blinden Autoritätsglauben vertreten haben. Die These: £jj 0 Ü lichtet sich gegen die As'ariten und soll besagen, dass der Mensch der Schöpfer der Sprache ist. Jcscbu'a führt mit Bezug hierauf aus, dass unter der Sprache nur die artikulirten Laute zu verstehen seien, während die Gegner meinten, dass sie etwas Anderes mit den Lauten im Zusammenhang stehendes ') vwxt too vi n»r.« u nSn» ir« wv'Sn o cna nm. Im Original hiess es wahrscheinlich: jJitls Xäo Joi Ju vJUaäj ^XJj *Jü*j ^l. Jeschu'a will sagen, dass der Zusammenhang zwischen dem Worte und seinem Inhalt kein wesentlicher ist, sondern vom Sprechenden gesehulfeu wird. Ueher die Quelle dieser Ansicht s. weiter unten. G

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