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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1900-01-01 · 18.1900 · page 77

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
18.1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 77)
Language
German
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IRI
…/2273546-2273581--0749-2274522
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die Wahrscheinlichkeit. Das ist aber nicht so am Anfange der Sprachschöpfung, denn liier muss die Vorstellung und die Kenntniss der gegenseitigen Absichten derjenigen, welche die Sprache schaffen, vorhanden sein, nur so ist die Sprachschöpfung möglich. Deshalb meinen wir auch, dass es möglich sei, dass Gott die Sprache des Religionsgesetzcs geschaffen habe, wenn auch seine Absicht uns nicht sicher bekannt sei, da schon eine feste Sprache vorhanden ist, die wir kennen, er aber vermag dem Ausdruck eine andere und zwar die religionsgcsetzliche Bedeutung zu geben. Daraus ersiehst du, dass es nach der Festigung der Sprache nicht der Uindeutung (auf den Gegenstand) bedarf" .... Ist es recht, dass Yeniunftwcscn von Vernunftwegen die Sprache schaffen, oder bedürfen sie zur Erkenntniss dessen, dass dies löblich sei, des Religionsgesetzes? Diese Frage wird von Jcsehu'a dahin beantwortet, dass es der Billigung von Seiten des Religionsgesetzcs nicht bedurfte, dass die Sprache geschaffen werde, da es schon von der Vernunft gebilligt wurde. Dass aber die Sprachschöpfung und die Uebereinkunft (istilah), ebenfalls von Vernunftwegen zu billigen sei, dafür will er hier kurz einige Bemerkungen machen. „Wir wissen, dass jede That, zu welcher der Mensch durch die Vernunft aufgefordert wirdl) und es sind von ihr weder früher noch später Leiden zu befürchten, gestattet sei, und Niemand darf uns darin hindern, und deshalb ist es auch gestattet, dass wir an jedem Orte uns bewegen, der nicht fremdes Eigenthum ist." Die folgenden Ausführungen sind eine kurze Wiedergabe dessen, was Jeschu'a in Betreff des sittlichen Urtheils in der Einleitung zn seinem religionsgesetzlichen Werke ausgeführt, hat, weshalb wir sie nicht zu wiederholen brauchen. Dann macht er aber eine Bemerkung, von der wir sehr wohl begreifen, dass sie die Entrüstung Abr. Ibn Dawuds hervorrufen musste. Er meint nämlich, die Engel hätten möglicherweise eine Sprache geschaffen, in welcher dann Gott zu ihnen gesprochen. „Wenn aber jemand sagt: Ihr habt schon behauptet, dass die Sprachschöpfung nur zu zweien stattfinden kann, ihr habet aber nicht bewiesen, dass Gott zuerst mehr als einen Engel geschaffen habe, ja ihr habet nicht einmal als sicher angenommen, dass das erste lebende Wesen, das geschaffen wurde, vernunftbegabt gewesen sei, woher wisset ihi nun, dass es eine Sprachschöpfung gegeben und Gott zu l) K«Tp » nin-. s^o JJädJ GU\

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